piep piep piep #watnehitzehier

Der Morgen danach, um fünf daheim ins Bett gelegt, halb sieben wieder aufgestanden #diearbeitrief #kurzeNacht. Ich habe mich also total fit #nicht, ins Büro geschwungen, ich musste ja schließlich noch schnell Urlaub einreichen #keineElternZeit #alsonichtgleich, für die nächsten 3 Wochen. Wir haben im Vorfeld lange hin und her überlegt, ob es denn Sinn für mich macht, direkt nach der Geburt Elternzeit zu nehmen. Ergebnis: NOPE.

Ich habe schon viel zu dem Thema gelesen, da gehen die Meinungen ja ziemlich auseinander.

Manche #sowiewirauch denken, dass die Kinder in den ersten 3 Monaten ihres Lebens sowieso nur schlafen, essen, kacken und das in Endlosschleife #gernauchinveränderterreihenfolge #manchmalauchallesgleichzeitig #justsayin. Dann gibt es Eltern, die der festen Überzeugung sind, dass das Kind sich, gerade nach der Geburt, erst einmal an beide Elternteile gewöhnen muss. Wie gesagt, wir gehören eindeutig zu #TEAMdasdummevierteljahr, wir haben uns also entschlossen, meine Elternzeit ans Ende des ersten Lebensjahres unseres Juniors zu verlegen.

In unserer grenzenlosen Weitsicht #damussichselbteinbisschenschmunzeln haben wir dann auch vor der Geburt auf Urlaub verzichtet und ich hab ein paar Überstunden angesammelt, dass hat mir dann ermöglicht, 3 Wochen Urlaub zu nehmen #ohnedenrestdesjahreszudarben und  danach noch die Arbeitstage durch abbummeln der Überstunden etwas kürzer zu gestalten #WirFüchse.

Die ersten 3 Tage nach der Geburt sah mein Tag also wie folgt aus:

05:45 Uhr – Aufstehen

06:30 Uhr – Büro

14:00 Uhr – ins Krankenhaus

20:00 Uhr – nachhause.

Der Junior war etwas früh dran, #youremember, deshalb musste er die erste Woche seines Lebens auf der Neonatologie, aka Neugebohrenenintensivstation, formerly known as Frühchenstation , verbringen. Ich sag euch, dass ist wirklich kein Spaß.

Die Frühchenstation, wie die Entbindungsstation im Keller gelegen, ein durch Luftschleusen vom Rest der Stationen abgetrennter Bereich #zutrittnurfüreltern, in dem es unerträglich warm war #echtjetzt, weil die Kleinen ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren können. Gefühlt waren da drin immer 700 Grad #ichschwöre. Die Räume waren alle abgedunkelt, es gab drei separate Räume, in denen 4-6 Frühchen in „Brutkästen“ , bzw. wie in unserem Fall, in Wärmebettchen untergebracht waren. Auf dem Gang war ein kleiner Empfangstresen, jede Menge Bilder von Kindern, die es „geschafft haben“ und Dankesschreiben von ehemaligen Patientinnen. Auf dem Empfangstresen stand ein Monitor, der alle Vitalwerte der Kinder anzeigte. Für mich war das ein ziemlich düsterer Ort, dunkel, heiß und vom ständigen Piepen #PiepPiepPiepPiepPiep der Überwachungsgeräte begleitet.

Auch unser Junior wurde „verkabelt“, er bekam einen Sensor zur Überwachung der Sauerstoffsättigung, und die üblichen Kabel zur Überwachung von Herzfrequenz und co. In jedem Raum standen also diese „Kisten“ mit den verkabelten Kindern, direkt daneben die Messgeräte, die bei jeder kleinen Unregelmäßigkeit piepten #PiepPiepPiepPiepPiep, furchtbar! Furchtbar, dass man auf diese Geräte angewiesen sein musste. Man hat sich gefragt, ob das alles gut gehen würde, der Junior war mit seinen 2.000g, aka 2Kg, im Vergleich zu einigen anderen Kindern zwar schon ein richtiger Brocken #daskleinstewog700Gramm, für uns war es trotzdem schlimm, er war sooooo klitzeklitzeklitzeklein #dasmussmansoschreiben. Da lag er unter der Wärmelampe, warm eingepackt, überall schauten die Kabel raus und ständig dieses #PiepPiepPiepPiepPiep #PiepPiepPiepPiepPiep,furchtbar.

An dieser Stelle muss ich die Pfleger der Station loben, die waren scheinbar alle nicht mit Nadeshda verwandt #zumglück. Ich ziehe den Hut vor Allen, die diesen Beruf ergreifen und sich um so kleine Menschen kümmern #wirklich. Nicht nur die Aufgabe als solches, auch die Arbeitsumgebung #PiepPiepPiepPiepPiep, und auch die Tatsache, dass es eben nicht alle schaffen können, das kann sehr hart sein. Chapeau, das verdient wirklich größten Respekt. Allesamt waren wirklich sehr sehr bemüht, es einem nicht noch schwerer zu machen. Man fühlte sich wirklich gut aufgehoben.

Am Tag nach der Geburt wurde der Junior noch unter Anleitung gewickelt #manmusstejaerstmalmitdenkabelnklarkommen, das Essen, bzw.Trinken hat leider nicht so geklappt, wie wir uns das alle gewünscht hätten, das hatte leider zur Folge, dass der kleine Herr zusätzlich zu seinem schon verpasstem Kabelschmuck auch noch eine Magensonde bekam. 


Es war ein Alptraum.Wenn man darüber nachdachte, dass dem Junior jetzt also auch noch ein Schlauch durch die Nase eingeführt werden musste, um ihn zu ernähren, da kamen einem echt die Tränen. So etwas ist mit nichts zu vergleichen, da liegt dieser kleine, hilflose Mensch und man ist darauf angewiesen, dass sich jemand anderes um sein Wohlergehen kümmert, weil man es selbst nicht kann. Das hat uns wirklich sehr viel Kummer bereitet. Sicher klingt das jetzt abgedroschen, aber in solchen Situationen treten so banale Sachen, über die man sich üblicherweise den Kopf zerbricht, ganz weit in den Hintergrund und werden plötzlich zu Nichtigkeiten.

Auch hier kann ich nochmal sagen, dass die Schwestern uns nie den Eindruck vermittelten, dass wir uns irgendwie in etwas hineinsteigerten, dass wir übertrieben, oder überempfindlich waren, sie haben mit viel Empathie versucht uns Mut zuzureden. Danke dafür.

Junior wurde nun also künstlich ernährt, dafür musste er nicht mehr unter die Wärmelampe #woohoo. Um ihn schonmal an die Raubtierfütterung per Brust zu gewöhnen, wurde zusätzlich noch über ein kleines Schläuchchen mittels Stillhütchen eine Brust, bzw. Brustwarze #hätteniegedachtdassichmalwasüberbrustwarzenschreibe vorgegaukelt.

Das hat dann auch ganz gut geklappt, nach anfänglichem Gewichtsrückgang hat er wieder etwas zugelegt und es konnte wieder auf Fütterung per Brust umgestellt werden #undallesoyeah

Das Krankenhaus hatte glücklicherweise ein der Frühchenstation zugehöriges Mutter-Kind-Zimmer, dass zum Tag der Entlassung #kameinembeidembisherigenpersonalwirklichwieneknastentlassungvor zufällig auch frei war. Muddi durfte also in das Zimmer einziehen und der Junior gleich mit. Die ganze Technik ist natürlich ich mit umgezogen #PiepPiepPiepPiepPiep #isklar. Da waren wir nun, saßen zum ersten Mal wirklich allein mit unserem Sohn, die traute Dreisamkeit nur vom #PiepPiepPiepPiepPiep der Maschinen unterbrochen. Man kam sich schon ziemlich hilflos vor, diese piependen Dinger #ihrmerktdasshatunsechtfertiggemacht haben uns total verunsichert. Zum Glück gab es jeder Zeit die Möglichkeit eine helfende Hand zu rufen. 

Die erste Nacht stand den beiden bevor #papasmüssenzuhauseschlafen, die Frau hatte echt ein bisschen Bammel davor, eine völlig neue Situation,allein mit dem Kleinen und die Maschinen ständig am piepen… Die Angst war zum Glück unbegründet und alle haben die Nacht unbeschadet überstanden #werhättedasgedacht.

Weil sich Junior mittlerweile wirklich sehr gut entwickelte, durften wir dann auch das erste Mal mit ihm nach Draußen. Das erste Mal den Himmel sehen, das erste Mal im Kinderwagen, das erste Mal frische Luft #sovieleerstemale #unddaswarjaerstderanfang. Wir haben den Junior also schön warm eingepackt, es waren ja nur ungefähr 30 Grad, im Mai. Whatforever, wir haben den Junior also das erste Mal nach Draußen entführt und waren ganz schön aufgeregt. Es war ja auch für uns ein erstes Mal, das erste Mal Kinderwagen schieben #vondertestfahrtbeimkaufabgesehen #wirklicheintolleserstesmal

So winzig klein lag er da, in seinem riesen Kinderwagen, er hat darin doch etwas verloren  gewirkt. Wir haben ein paar Sonnenstrahlen genossen, die Anlage des Krankenhauses einmal komplett abgefahren und sind alle wohlbehalten wieder auf Station angekommen #ersterfamilienausflugcheck

In den folgenden Tagen  hat sich alles ziemlich gut eingespielt, das Essen/Trinken, das Wickeln und auch das ganze Drumherum fiel uns, Dank der Hilfe der Schwestern, immer leichter.So kam dann auch der Tag, an dem wir das Krankenhaus endlich verlassen durften #woohoo.

Endlich nachhause bzw. oh mein Gott, jetzt schon nachhause… endlich in der gewohnten Umgebung, aber ohne die Gewissheit, dass jederzeit nebenan jemand ist, der einem sofort helfen kann. Ein wirklich schöner, aber auch mal wieder sehr verunsichernder Moment. Wirklich verrückt, in wievielen Situationen Mann dann doch anfangs verunsichert ist. Die Freude hat dann aber doch überwogen #isklar

Auf gings also nachhause, in ein völlig neues Leben #ineinervielzugroßembabyschale.


ich versuche mal die Frau zu überreden, dass sie hier auch mal was beiträgt, vielleicht zur ersten Zeit, zu dritt, allein Zuhause.

3 Gedanken zu “piep piep piep #watnehitzehier

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