Hass-Hitparade

Oh Leute, haltet euch gut fest!

Heute werde ich hier mal niederschreiben, was mich so alles nervt, seitdem ich zum erlauchten Kreis der Elternschaft gehöre. Ich grenze das lieber mal dahingehend ein, sonst wird das hier ein sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr langer Post. Trotzdem vorab der Hinweis, die folgende Übersicht meiner Top-Hassthemen kann  nicht vollständig  #ichwiederhole #nichtvollständig sein! Auch das Internet hat eine Zeichengrenze.

Ich muss gestehen, mich nerven ziemlich viele Sachen, manchmal nerve ich mich sogar selbst. Zum Beispiel wenn ich mal kacke zu anderen Leuten bin, obwohl ich das gar nicht will #diefrauweissvovonichrede.

Whatforever, hier meine persönliche Hass-Hitparade:

Die Klugscheißer – ich hatte sie schon mal in einem früherem Beitrag erwähnt, deshalb werde ich das hier nicht all zu sehr ausführen… Menschen, die ihren unqualifizierten Mist immer kundtun müssen, vor allem dann, wenn sie nicht danach gefragt werden.

hier einige Beispiele:

  • das Kind muss dringend zum Friseur, sieht ja aus wie ein Mädchen #erzähldasmalrenegade
  • nach dem langen Mittagsschlaf kann er noch gar nicht müde sein! diesen Menschen muss das ungeschriebene Gesetz unbekannt sein, in dem geschrieben steht, dass die Müdigkeit bei Babys und Kleinkindern proportional zur Dauer des Schlafes ab bzw. zunimmt #nurleiderimfalschenverhältnis – je weniger Schlaf, desto unausstehlicher wacher das Kind #ihrkenntdas #diescheinbarnicht
  • „…Kinder sollten nicht geimpft werden, das schadet ihnen…“, boar… da kriege ich Hasspickel, wie kann man nur!? ich könnte jetzt hier ne Abhandlung drüber schreiben, aber das würde sicher den Rahmen sprengen und ich könnte auch nicht dafür garantieren, dass da nicht das ein oder andere Schimpfwort vorkommen würde. #TeamImpfPflichtfüralle

Ich denke, ihr wisst wovon ich rede. Jeder kennt sie, keiner mag sie, die Klugscheißer! Am schlimmsten sind übrigens die, die einem nach Verweis auf deren Klugscheißertum darauf hinweisen, dass sie keine Klugscheißer, sondern Besserwisser sind, weil sie es ja besser wüssten #diefaustindertaschegeballt.

Ein weiteres Highlight jeder Hass-Hitparade:

Kinderarztbesuche am Montagmorgen, während der Grippezeit – alle Eltern kennen es, das Kind wird wach, sofern es denn überhaupt geschlafen hat, bei Krankheit wird man ja auch ganz schnell mal ins #TeamNoSleep gewählt. Das Kind ist bestenfalls nur beschissen schlecht drauf, behält sich aber eventuelle Ausschüttungen von Körperflüssigkeiten jeglicher Art natürlich bis zum Festzurren im Auto vor #zumkotzen #imwahrstensinnedeswortes. Der Anruf beim Kinderarzt bleibt erfolglos, weil man auch nach gefühlten 735 Anrufen niemanden erreicht…die Ansage vom Arzt hat man dann allerdings drauf…“hier ist die Kinderarztpraxis von Dr….“ #ihrwisstwasichmeine. Niemand erreicht, also direkt zum Arzt getrullert. Ach so, natürlich vorher noch um Abbitte bei den Kollegen gebeten, weil man mal wieder nicht auf Arbeit erscheint. In der Praxis angekommen die nächste Hiobsbotschaft, Wartezeit aktuell 2h. Kommen Sie am besten nachher wieder. Klar, macht man ja gern, das Kind schlapp, vielleicht noch mit Fieber garniert, im Kinderwagen sinnlos durch die Gegend schieben, man will sich ja in der Keimhölle, aka. Wartezimmer, formerly known as Rotzlazarett nicht noch mehr, oder selbst was einfangen. Hat man die Wartezeit irgendwie überbrückt und wird dann in einen der Behandlungsräume zitiert #HerrHandbierbitteinZimmerfünf, schöpft man kurz Hoffnung, dass dem Kind bald geholfen werden wird. Nachdem man dann nochmal ne knappe halbe Stunde gewartet und nach der versteckten Kamera gesucht hat, kommt dann meist der Arzt und labert einem noch ein Lama ans Knie, dass ja im Moment so viel los sei #Augenaufbeiderberufswahl #hättestjaauchurologewerdenkönnen. Die Behandlung dauert dann in der Regel so ungefähr 5 Minuten #mitanundausziehen, wenn mal wieder ein Praktikant oder ein Arzt in Ausbildung dabei ist auch mal zwei Minuten länger. Dann bekommt man es meist nochmal mit der Arzthelferin zu tun, die meist selbst auch fest davon überzeugt ist, dass sie ja auch locker das Zeug zur Ärztin hätte #siemachtdasjaschonsolange #siekenntjedenbefund #isklar. Hat man der Ärztin Arzthelferin erklärt, dass man nachhause will, bekommt man dann meist das Rezept und darf dann noch 100EUR in der Apotheke lassen.  Lass mich Arzt, ich bin durch!

Behördengänge – Behördengänge wegen des Kindes #dieFrauistjetztsicherstolzaufmich sind kacke, Behördengänge mit Kind sind der absolut #heißeShit, echt! Wir mussten zum Glück noch nicht all zu viele Behördengänge erledigen, andernfalls hättet ihr das vermutlich aber auch schon in der Boulevardpresse gelesen: „Kindesvater legt Jugendamt in Schutt und Asche“ oder so. Ich muss dazu sagen, ich bin einer von ihnen. Also ich arbeite auch in einer Behörde. Allerdings hab ich keinen Bürgerkontakt #besserisvermutlich #binnichtsodielabertasche.

Kurzes Beispiel:

Wir mussten zur Kindergeldstelle, Antrag abgeben. Nicht schlimm genug, dass man für das Verstehen der Anträge einen Abschluss in Astrophysik gemacht haben muss, die Atmosphäre in dem Amt war gruselig. Kindergeldstelle im Erdgeschoss, soweit so gut, links abbiegen, zack, in der Kindergeldstelle angekommen. Dann geht’s los, Die Bearbeiter sind für verschiedene Anfangsbuchstaben zuständig #AnalphabetenhabenkeineChance #schreibdichnichtab #lernlesenundschreiben, also erst mal alle 150 Türschilder #eswareinsehrlangergang lesen und nach dem passenden Bearbeiter suchen. Man muss dazu sagen, in dem Gang gab´s keine Fenster. Wenn man dann den entsprechenden Bearbeiter gefunden hat, darf man erst mal warten. Warten in Ämtern ist ja immer so ne Sache…man sitzt da auf einem von 3 Stühlen #StühlewirbrauchenStühle, die da im ganzen Gebäude zu finden sind und wartet. Ab und zu huscht mal eine Dame aus ihrem Zimmer, mit Kaffeetasse in der Hand #ichschwöre #eswarjaauchumdrei, um im Zimmer gegenüber wieder zu verschwinden. Nachdem dieses Phänomen mehrfach auftritt und nach ca. 25 Minuten wieder alle ihre Plätze eingenommen haben, geht’s ans Eingemachte. Man bittet um Almosen, die meisten tun ja so, als würden sie ihr eigenes Geld verteilen. Da allerdings immer etwas in den minimalistisch gestalteten Anträgen fehlt, darf man wieder abtreten und die Damen ein anderes Mal beehren.

Um die Stimmung hier ein bisschen aufzuhellen:

Wie nennt man es, wenn ein Beamter beerdigt wird? – Umbetten.

Sorry, da kam kurz die Gosse in mir zum Vorschein. #Pardon #weiterehashtagszumthemaspareichmir.

 

Was muss noch auf die Hass-Hitparaden-Topten? Ah, da fällt mir spontan noch der Spielplatz ein, hier schreibe ich jetzt einfach nochmal die Gedanken auf, die ich dazu schon einmal in einem Instagram-Post niedergeschriben habe:

Der Spielplatz – Ort der schönen Erinnerungen, Platz zum Toben, Buddeln, Klettern, Platz zum Spielen #könntewasmitdemnamenzutunhaben und Platz für #Sozialstudien, für letzteres ist der Spielplatz vermutlich irgendwann mal erfunden wurden…ich konnte mehrere Elterntypen ausmachen: 


1. die gut Vorbereiteten: Kaffeekanne dabei, Spielzeug bis zum Umfallen, Kuchen am Start und mit mehreren Müttern zum Playdate verabredet #kennter


2. die völlig Unvorbereiteten: nichts dabei, außer #imbestenfall das Kind, ist aber kein Problem für sie, die Kinder der gut vorbereiteten haben ja überall ihr Spielzeug verteilt #jederdarfgeradenichtbenutztesspielzeugbenutzen #ungeschriebenesspielplatzgesetz

3. Die, die keinen Bock haben:
meist daran zu erkennen, dass sie unbeteiligt irgendwo rumsitzen #erstmahandychecken

4. die, die Spielplätze hassen, weil sie evtl. mit anderen Eltern #iiihhhhh in Kontakt kommen könnten… hierzu zählt ganz klar Die Mutter des Dödels, sie hasst Spielplätze! Sie hat nämlich NULL Bock sich mit anderen Eltern über deren Bälger zu unterhalten #schlechteerfahrungen , furchtbar oder? Wir gehen natürlich trotzdem mit dem Junior auf’n Spieler #selbstamwochenende #wennwegenüberfüllunggeschlossen , nur für den Dödel.

5. Die Socialmedia-Eltern #kennter, Handy #oderkamera immer im Anschlag #ihrwisstwasichmeine, in die Kategorie würde ich mich einordnen #derdödelistdasmeistfotografiertekinddererde #keinscheiß, ich hab immer #ichwiederholeimmer eine Kamera dabei, ich mag es einfach später die Bilder anzusehen, zu sehen, wie er gewachsen ist und zu sehen, was er alles gelernt hat…


6. die Lass-sie-mal-machen-Eltern: bestes Beispiel, heute rannte die ganze Zeit so ein #Arschlochkind über den Spielplatz #aufjedemspielerläufteinarschlochkindrum #arschlochkinderandieleine , schrie andere Kinder an, machte Sandburgen kaputt, nahm Spielzeug weg und hatte ne große Fresse, einzige Reaktion der Eltern: keine. ✖️

Um zum Thema zurückzukommen, ganz besonders kacke finde ich hier eindeutig Nr. 6, wenn daraus resultiert, dass dann so kleine #MiniHitler über den Spielplatz trollen. Ach und Metallrutschen sind auch Kacke, da kann man im Hochsommer Eier drauf braten #Hühnereier.

Lange Autofahrten – was sind wir gern mit dem Auto unterwegs gewesen, ich erinnere mich noch wie gestern daran, wir sind mit „Mozzi 2.0“ #fragtliebernicht, nach Frankreich gefahren, in die Normandie, 1100km, mit Stau im Ruhrgebiet #isklar, es war toll. Wir sind mit dem Auto nach #Grenzpolen gefahren, 400km, kein Problem, haben wir auf einer Arschbacke abgesessen. Aber dann, dann kam die Wende und der Spaß am Autofahren war zu Ende der Dödel. Leider hasst der Dödel sein Autofahr-Leben, Autofahren ist vermutlich, neben zu Bett gehen, ziemlich ganz weit oben in seiner ganz persönlichen Hass-Hitparade. Egal, welche Tages- oder Nachtzeit, egal, was wir vorher mit ihm gemacht haben, egal ob warm oder kalt, egal ob laut oder leise, egal ob hell oder dunkel…egal, absolut egal wie,wann oder wo, der Dödel schläft NIE länger als eine Stunde im Auto. Wenn man nun allerdings öfter Strecken zurücklegt, die nicht unter 3/3,5h zu bewältigen sind, dann ist das Kacke! Also so richtig! Jeder, der schon mal ein Kleinkind über mehrere Stunden bespaßen musste, ohne, dass das Kind sich frei bewegen konnte, der weiß, das ist die absolute Höchststrafe. Wir sind mittlerweile schon so weit, dass wir ihm das iPad an die Kopfstütze pappen und ihn mit Peppa Wutz und ihrem Bruder Schniedel #sorry #dermusstesein abzulenken versuchen. Autofahren ist nun also kacke!

Eltern – andere Eltern, also nicht unsere. Die, die man in der Kita, auf dem Spielplatz, im Supermarkt, beim Kanga #dergrößtemistever, im Freibad, beim Kinderarzt #wuahhaaaaah oder beim H&M-Kids #keineWerbung #nurdiewahrheit trifft. Ich muss es leider so sagen, wie es ist, ungefähr 97% der besagten Eltern mag ich schlichtweg nicht. Das liegt hauptsächlich daran, dass die meisten von ihnen dazu tendieren „gute Ratschläge“, oder zumindest „gutgemeinte Ratschläge“ zu erteilen, ungefragt. Die Spezies ist schon nervig. Die, ich nenne sie jetzt mal „Vergleicher“, die gehen mir aber so richtig derbe auf die Nüsse #pardon #isaberleiderso. „Also Noah-Finn konnte schon mit 9 Monaten laufen.“ Das geht an euch , liebe Vergleicher, ich hasse euch #abgrundtief #foreverever! Dann gibt es da ja noch die Fraktion der Laberfritzen, die ununterbrochen von ihren Kindern erzählen. Leute, das will niemand wissen! Ok, ich verallgemeinere gern, ich will es zumindest nicht wissen. Ich lebe nach der Maxime: was kümmern mich die Bälger fremder Menschen. Also Klappe halten!

Frühstücken – Frühstücken war für uns immer das Highlight #gernauchmalEilight #wirmögenEier des Tages, nach dem Aufstehen, irgendwann so gegen Zehn  #wathabickditjeliebt #ichkönnteheulen wenn ich drüber nachdenke, Kaffee kochen, Tisch decken und bis zum Mittagsschläfchen ganz gemütlich auf der Couch rumlungern und immer mal wieder was in die Kauleiste schieben. Was war das immer toll. Heute ist das so nicht mehr denkbar, wir essen natürlich am Tisch #eswirdamtischgegessen #dertischunterdendudeinefüßestellst #später, damit hab ich grundsätzlich kein Problem, womit ich aber ein Problem hab, ist die Tatsache, das der Dödel eine Aufmerksamkeitsspanne wie ne Scheißhausfliege hat. Sobald er satt ist, will er abba abba, was so viel heißt wie raus aus dem Hochstuhl, rein ins Vergnügen #fürihn. Nur so am Rande, er ist meist nach 5 Minuten satt, da haben wir noch nicht mal das erste Brötchen geschmiert., man ist ja ständig damit beschäftigt, irgendwas aufzuheben, oder wegzuwischen #kennter. Dödel, wenn du das hier irgendwann ließt, jetzt weißt du, warum deine Mutter am Wochenende immer früh halb Acht mit dem Staubsauger gegen deine Tür donnert. Weil du es verdient hast #SpäteRache.

Bevor ich mir hier noch nen Herzinfarkt einhandele, hör ich jetzt lieber erstmal auf. Fortsetzung definitiv nicht ausgeschlossen!


3 Gedanken zu “Hass-Hitparade

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