Herzwärts

Unsere Tage werden durch Entscheidungen gelenkt, Entscheidungen, die zwangsläufig getroffen werden müssen, wie zum Beispiel die Entscheidung morgens aufzustehen, oder vielleicht doch lieber liegen zu bleiben. Ich gehöre zu Team liegenbleiben #justsayin, nichts desto trotz neige ich dazu, trotzdem aufzustehen, also zumindest nach den ersten 3 Mal Weckerklingeln #eslebedieSnoozefunktion. Das hat mehrere Gründe, zum einen ist die Frau latent genervt, wenn mein Wecker mehrmals klingelt und sie dadurch wach wird und zum anderen, hat sich leider die Hoffnung auf einen richtig fetten Lottogewinn bisher nicht erfüllt und ich muss darf deshalb weiter arbeiten gehen. Gut, ich könnte auch später anfangen zu arbeiten, das hätte dann allerdings zur Folge, dass ich auch länger im Büro wäre #uuuuuuuuncool. Whatforever, für euch sicher wenig spannend gerade, deshalb komme ich nun auch zum eigentlichen Thema meines heutigen Beitrages, die Entscheidungen, die man irgendwann trifft, weil man sie treffen will. Ihr denkt jetzt vielleicht an: „welche Schuhe ziehe ich heute an“ #ausgesprochenwichtigeFrage , oder; „… was gibt´s zum Mittagessen…“ #einenochvielwichtigereFrage, mir geht es heute aber ganz speziell um ein Thema welches sicherlich bei allen Eltern schon einmal auf der Agenda stand.

Das 2. #oderDritteoderVierte Kind, Geschwister.

Auch wenn man es vielleicht selbst glaubte, bei Kind Nr. 1 wusste doch niemand von uns wirklich, worauf er sich einlässt, umso bewusster entscheidet man die Frage, ob Kind Nr. 1 noch ein Geschwisterchen bekommen soll. Man weiß ja nun um die ganzen Begleiterscheinungen, die so ein kleines Wesen mit sich bringt.

Unser Dödel wird jetzt bald zwei Jahre alt und wir haben natürlich auch schon über dieses Thema gesprochen,  wir werden ja #leider #oderzumGlück auch nicht jünger #zwölfzigdrillionenEuroinsPhrasenschwein.  Die Frau hätte lieber heute als morgen noch ein Geschwisterchen für den Dödel, am liebsten eine Döderella #isklar #derkönntemanZöpfemachen.  Ich für meinen Teil bin mir da ehrlich gesagt nicht ganz so sicher, Frauen sind ja bei diesem Thema sehr emotional beladen und lassen da gern auch mal die „harten Fakten“ außen vor, ich persönlich denke da aber an viiiiiiiiiele Sachen, wenn es um erneuten Nachwuchs geht.

da wären zum Beispiel Überlegungen wie:

  1. Man bräuchte ein zweites Kinderzimmer, damit wäre das Gästezimmer passé…gut, damit kann man leben, es gibt günstige Ferienwohnungen in unserer Hood, lässt die Frau also vermutlich nicht als Argument gelten
  2. Dann wären da natürlich die Kosten. Nennt mich pingelig oder geizig, aber die Kosten, die so ein Kind verursacht sind schon enorm. Wenn ich mir jetzt vorstelle zwei mini-Dödels zu finanzieren und das dazu dann auch noch ein Einkommen zumindest teilweise, zeitlich begrenzt (Elternzeit olé) wegfällt, dann wird mir ganz schwummerig.
  3. Bei aller Freude, die einem so ein kleiner Mensch beschert, das Thema Schlafmangel steht nicht um sonst bei den meisten Eltern hoch im Kurs. Ganz zu schweigen von den ganzen Grenzerfahrungen, die man halt so macht mit den lieben Bälgern.
  4. Schlafmangel und die eben genannten Grenzerfahrungen führen bei des Dödels Mutter und mir auch ganz gern mal zu, nennen wir es mal diplomatisch, Spannungen. Das ist nicht weiter schlimm und geht euch mit Sicherheit genau so, aber #imErnst, mit Kind Nummer zwei würde sich der Stressfaktor mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit deutlich erhöhen. Da würde vermutlich doch das ein oder andere Mal ziemlich viel Hitze durch Reibung entstehen.
  5. Manch einer versucht sich ja einzureden, dass das 2. Kind so nebenbei großgezogen wird. Am Arsch kann ich dazu nur sagen #sorry #notsorry, hatte im Bekanntenkreis in letzter Zeit öfter das Thema, dass es eben gerade nicht der Fall ist.
  6. Anknüpfend an Punkt 5 muss natürlich auch erwähnt werden, dass jedes Kind einzigartig ist, es sieht nicht nur anders aus, es riecht nicht nur anders, es verhält sich auch anders, völlig anders! Es ist eine eigenen Persönlichkeit, mit ganz eigenen Bedürfnissen. In unserem Fall ist also die Wahrscheinlichkeit, dass das 2. Kind eben nicht so ein supder-duper-ultra-mega-cool-Kind (wie der Dödel) wird relativ hoch. Wir haben wirklich Glück mit ihm, er schläft vernünftig (im Rahmen des Möglichen), er isst ordentlich und alles in allem ist er generell sehr pflegeleicht. Es kann also (fast) nur schlimmer kommen.
  7. Womit wir dann auch beim nächsten Punkt wären, was um Himmels Willen, wenn das nächste Kind nicht nur das nächste, sondern das nächste und das übernächste Kind würde!? Stellt euch das mal vor! Nehmen wir mal an, es würden Zwillinge: noch mehr Kosten, Umzug wegen zu kleiner Wohnung, größeres Auto müsste her, doppelter Stress, Kinderbetreuung mal ohne den Partner oder eine geeignete, zweite Person? No Way! O. to the M. to the G., wenn ich drüber nachdenke kriege ich Panik. Der absolute Supergau! Mir steht der Schweiß auf der Stirn! Ihr denkt jetzt sicher, was übertreibt die Pussy hier grad so, aber des Dödels Vaters Oma war ein Zwilling, des Dödels Vaters Cousins und Cousinen haben Zwillinge bekommen. Da ist die Geschwisterplanung dann wirklich Leben am Limit.  An dieser Stelle mein größter Respekt an alle Zwillingseltern #GhettoFaust.
  8. Ebenfalls nicht unerwähnt möchte ich die Zeit lassen, die schon für die Bespaßung eines Nachkömmlings drauf geht. So viel Freizeit, aka. Paarzeit, formerly knwon as Qualitytime gibt es da neben Job und Haushalt jetzt schon nicht mehr. Wie geht das dann bitte mit einem weiteren Luden?
  9. Abschließen möchte ich die Aufzählung mit einem Satz, den ich jetzt auch schon öfter gehört habe: Ein Kind ist zu wenig, zwei sind zu viel #aha. Muss ja irgendwie was dran sein.

 

Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin grundsätzlich nicht abgeneigt, aber diese Überlegungen hat der Ein oder Andere von euch evtl. selbst auch schon durchgespielt. Es geht hier ja nicht um die Anschaffung eines neuen Gewürzregals.

Wo Schatten ist, da ist bekanntlich auch Licht #undwiedereinEuroinsPhrasenschwein, ich habe mir natürlich auch schon Gedanken darüber gemacht, was für ein weiteres Kind spricht, diese möchte ich euch natürlich auch nicht vorenthalten.

  1. Bekommt man ein weiteres Kind #egaldaswievielte, dann hat man natürlich die großartige Gelegenheit die vielen tollen ersten Male nochmal zu erleben. Das erste Mal selbstständig umdrehen, das erste Mal sitzen, das erste Mal durchschlafen #praiseTheLord, die ersten Schritte, die ersten Wörter… #ihrwisstworaufichhinauswill.
  2. Mit dem zweiten Kind erhöhen sich die Chancen, dass eines der Kinder Quantenphysiker, Astronaut, Schauspieler, professioneller Fußballer, oder Nobelpreisträger wird. (Dödel, wenn du das liest, selbst wenn du Maler #einehrenwerterBeruf wirst, wir sind immer stolz auf dich.)
  3. Die Zeugung per se kann schon auch Spaß machen.
  4. Beim zweiten Kind muss man sich keinen Kopf mehr um nen Kita-Platz machen #beimErstenjaimmersoeinAkt #kennter, Geschwisterregelung sei Dank!
  5. Die Kinder könnten Morgens zusammen spielen, alleine, ohne Eltern, die schlafen dann nämlich noch #wersglaubt #manmussauchmalträumendürfen.
  6. Mit einem zweitem Kind wäre der Reproduktionsauftrag zur Erhaltung unsrer Gesellschaft unsererseits vollends erfüllt.
  7. Dann wäre da noch die Chance auf ein Kind mit dem anderen Geschlecht, man würde damit dann quasi, wie beim Losen an der #Losbude zum Frühlingsfest #ohhhhhNiete, die Familie komplett machen #Hauptgewinn.
  8. Man könnte sich überall ne Familienkarte besorgen, weil die dann endlich Sinn machen würde #daisterwiederderSparfuchs.
  9. Die vom Dödel nicht mehr beachteten Spielwaren – Töpfe, Zeitungen und anderer Müll sind ja viel interessanter – hätten wieder einen dankbaren Abnehmer
  10. Der Dödel müsste nicht mehr allein im Auto auf der Rückbank sitzen #niemandistgernallein.
  11. Zumindest 2 von 3 Großelternpaaren könnten gleichzeitig auf ein Kind aufpassen, sollte der Supergau eintreffen #youremember, dann wären sogar alle bedient #wirwollenjakeinenStreit.
  12. Last but not least, die Liebe, die einem von seinen Kindern entgegengebracht wird, würde sich plötzlich verdoppeln #könntefastalsTotschlagargumentdurchgehen.

Das ist sie also, meine Pro & Contra-Liste. Ich sag´s euch, bei ´nem Gewürzregal würde mir die Entscheidung leichter fallen #brauchenwirnicht #brauchtniemand. Am Ende kann ich vermutlich noch hunderte solcher Listen zusammentragen und bin trotzdem kein Stück schlauer #wieauch #IQvonsiebenhundert #nicht. In diesem Fall geht es also wirklich nur #Herzwärts.

 

 

6 Gedanken zu “Herzwärts

  1. pelu71 schreibt:

    Also ich finde es spricht mehr dafür als dagegen.Unsere sind 10 Jagre auseinander und wir haben echt zweimal komplett von vorn angefangen.War nicht geplant aber is nun mal so.Aber die Zwei sind das Beste was uns passieren konnte.Und sie lieben sich abgöttisch.Ich finds doof den Kindern die Chance auf Geschwistererfahrung zu nehmen.Und das finanziele Argument ist für mich keins.Unsere Großeltern haben teilweise 10 Kinder groß gezogen.Und das ohne staatliche Stütze.Und überlegen mal:im schlimmsten Fall haben des Dödels Kinder keine Tante und keinen Onkel.Das wirst du doch nicht wollen.Und wer soll sich mit dem Dödel verbinden wenn es mal gegen die Eltern geht?Denk da mal drüber nach!!!Ö.G.

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  2. pelu71 schreibt:

    Also ich finde es spricht mehr dafür als dagegen.Unsere sind 10 Jagre auseinander und wir haben echt zweimal komplett von vorn angefangen.War nicht geplant aber is nun mal so.Aber die Zwei sind das Beste was uns passieren konnte.Und sie lieben sich abgöttisch.Ich finds doof den Kindern die Chance auf Geschwistererfahrung zu nehmen.Und das finanziele Argument ist für mich keins.Unsere Großeltern haben teilweise 10 Kinder groß gezogen.Und das ohne staatliche Stütze.Und überlege mal:im schlimmsten Fall haben des Dödels Kinder keine Tante und keinen Onkel.Das wirst du doch nicht wollen.Und wer soll sich mit dem Dödel verbinden wenn es mal gegen die Eltern geht?Denk da mal drüber nach!!!L.G.

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  3. Andreas schreibt:

    Kinder sind schon was tolles; aber machen einem auch so einige Sorgen. Die richtigen Entscheidung zu treffen empfinde ich dabei als besonders schwierig! Wir haben unser zweites Kind auch ungeplant 4 Jahre später bekommen – haben alles richtig gemacht! 😀 ❤

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