Bauchklatscher

Der ein oder andere von euch wird es schon bemerkt haben, seit Sonntag zeigt sich die globale Erderwärmung von ihrer besten Seite und beschert uns Temperaturen jenseits von Gut und Böse, aka. ne schweine Hitze. Ich persönlich bin wahrlich kein Fan von Kälte und Regen, aber ey, über 30 Grad im Schatten finde ich dann doch leicht übertrieben. Schon allein, weil ich arbeiten muss darf! Ein Gutes hatte es dann aber doch, ich hab den jährlichen Sonnenbrand schon einkassiert #binjetztalsoimmun.

Whatforever, ich will jetzt mit euch nicht übers Wetter quatschen…aus´m Fenster gucken schafft ihr auch noch allein!

Aber von Vorn:

Wir saßen am Montagabend, wie die Brathähnchen in unserer Brutzelbude #DachgeschossOlé und haben Musik im Hintergrund dudeln lassen…

Playlist:

  • 36 Grad – 2Raum-Wohnung  (bei uns 56°C in ´ner 4Raum-Wohnung)
  • Heiß wie ein Vulkan – Amigos
  • It´s gettin hot in here – Nelly (aber echt)
  • 900 Degrees – Ian Pooley (fühlt sich zumindest so an)
  • The sun is shining – Bob Marley (yeahhh jammin´)
  • Like Ice in the Sunshine – No Angels (so fühlen wir uns momentan täglich)
  • Summertime – Ella Fitzgerald
  • Summer of 69  – Bryan Adams (69 Grad, ganz klar)
  • Summer in the City – Lovin´ Spoonful
  • Summertime Blues – Eddie Cochran
  • Good day sunshine – Paul Mc Cartney
  • Walking on sunshine – Katrina & the Waves
  • Sunny Afternoon – Kinks

ich denke, ihr wisst worauf ich hinaus will….

Wir saßen da also und haben uns überlegt, dass es ja schön wäre mit dem Dödel ins Schwimmbad zu gehen. Wenn man Kinder hat muss man das planen #isklar.

Der Plan sah folgendermaßen aus:

Sachen Packen und am nächsten Morgen schon mit zur Arbeit nehmen, damit kein Umweg gemacht werden muss und direkt aus der Kita ins Schwimmbad aufgebrochen werden kann. Kind Abholen und ins Schwimmbad gehen, Kind müde machen und nach der Bade-Action direkt ins Bett packen. Guter Plan.

Ich hab also die Tasche gepackt. Handtücher für den Dödel und mich (die Frau muss immer so lange arbeiten), Sonnencreme (für den Dödel, ich bin ja immun), ne Decke, Spielzeug, Schwimmwindeln, Kekse, Quetschies, Wasser, Spielzeug, UV-Anzug, ne kurze Hose für mich und noch mehr Spielzeug.

Früher lief das ja ein bisschen anders, Badehose und Handtuch einpacken, fertig. Heute bedarf es eines Schwerlasttransporters (wahlweise auch Kinderwagen) und einer detaillierten Planung.

Ich hab also den ganzen Kram eingepackt und bin am nächsten Morgen zur Arbeit gepilgert. Fuchs wie ich bin, hab ich in der Mittagspause noch nen Abstecher zum Ramschladen meines Vertrauens gemacht und ein Pop-Up Zelt gekauft. Erfahrungsgemäß sind nämlich die zwei Schattenplätze, die es im Freibad gibt, relativ schnell belegt. (anwesende Schwimmbadplaner dürfen hier gern kommentieren, warum nur über dem Planschbecken Sonnensegel angebracht werden und rund herum alle in der prallen Sonne sitzen müssen)

15:00Uhr hab ich Feierabend gemacht #solltesichjaauchlohnen und bin mit meiner vollgepackten Reisetasche und nem ultra-unhandlichem Pop-Up-Zelt (fässt man es am den Tragegriffen an, schleift es am Boden; hat man es auf dem Rücken, sieht man aus wie einer von den Turtles; versucht man es unter den Arm zu klemmen, merkt man, dass man zu kurze Arme hat) in Richtung Kita aufgebrochen.

Bei gefühlten 7000 Grad bin ich, soweit möglich, immer schön im Schatten gelaufen, sehe ja jetzt schon aus wie Mola Adebesi #kennter #byebyevornehmeBlässe. An der Kita angekommen hab ich den Dödel eingesammelt, nicht lang rumpalavert #hatjaehniejemandwaszuerzählen #spätermehrdazu und bin dann samt Reisetasche, ultra-unhandlichem Pop-Up-Zelt, Dödel, des Dödels Rucksack und Kinderwagen losgegangen. Ich kam mir vor wie ein Lastesel, oder wahlweise wie ein Sherpa im Himalaya #nurnichsokalt. Auf´m Weg zum Freibad mussten wir noch an ner Baustelle vorbei, hat natürlich nicht geklappt…also statt Whale-Watching erstmal Badda-Watching. #BaddaBaddaBadda. Irgendwann hatte der Dödel den Badda dann aber auch satt und wir konnten weiter. Gegen 15:45Uhr waren wir dann am Ziel, am Freibad #woopwoop. Schon von Außen gut zu erkennen, außerordentlich un-leer, formerly known as knalle-voll. Ich hab´ 4,20€ Eintritt #Schnäppchen bezahlt (nur für mich, musste scheinbar für 2 bezahlen) und mit dem Dödel, nach verstauen der Wertsachen, nen  Platz gesucht.

Erwartungsgemäß war natürlich rund um das Babybecken so gut wie nichts mehr frei und von Schattenplätzen reden wir lieber gar nicht erst. Bäume wurden bei der Sanierung des Schwimmbads (vor 3 Jahren) augenscheinlich vergessen. Braucht kein Mensch, nehmen nur Platz weg #isklar. Ich hatte ja aber in meiner grenzenlosen Weitsicht ein ultra-unhandliches Pop-Up-Zelt gekauft, Schatten-to-go, quasi. Ich Fuchs. Da waren wir also, nach der Suche nach nem geeignetem Plätzchen, fündig geworden und bereit uns niederzulassen. Decke raus, Ultra unhandliches Pop-Up-Zelt pop-uppen lassen, Handtücher raus, den Dödel umhosen, eincremen und dann ab ins Getümmel.

Getümmel ist übrigens genau das richtige Wort, Ertrinken auf Grund von Überfüllung im Grunde nicht möglich.  Außerdem bleibt festzuhalten, dass die schöne bunte Instawelt nichts mit der Realität zu tun hat #Überraschung. Ich habe in den knapp 3h, die ich da zugebracht habe, niemanden gesehen, der eine wirklich Schwimmbadtaugliche Körperform hatte #yay, fand ich persönlich ziemlich beruhigend #TeamBeachBody2020. Und was da für Leute rumlaufen…ich dachte ja eigentlich, dass bei den Eintrittspreisen das Pack #sorry #notsorry, also der Bodensatz der Gesellschaft aussortiert würde, aber weit gefehlt! Gefühlt 78% Hartassis #kennter #diediesichundihrenKinderndieHaareselbstschneidenundCamouflagetragen, deren Kinder sich wie die Axt im Walde benehmen und keine Rücksicht auf kleinere Kinder nehmen. Den ein oder anderen hätte ich gern mit nem Bauchklatscher plattgemacht. Echt, ein Haufen Kevins & Jasons am Start, die Eltern mit der Kippe im Mund auf der Decke und immer mal #derFormhalber rufend „Elektra, nicht den andere Kinder in die Wasser schubsen“. Ich hasse Menschen. Vor allem solche.

Der Dödel hatte, vermutlich auf Grund der ganzen anwesenden Pissnelken,  auch nicht wirklich Spaß im Kinderbecken. Ständig wurde er von irgendwem angerempelt, weggeschubst oder angebrüllt #HarteSchuleDesLebens.

Ich habe mich dann dazu entschlossen die Aktivitäten auf den benachbarten Schwimmbad-Spielplatz zu verlegen, selbe Situation, nur ohne Wasser.

Da es aber immer noch ungefähr 7500Grad warm war, und ich nicht die 4,20€ aus´m Fenster schmeißen wollte, bin ich mit dem Dödel in „tiefere“ Gewässer vorgedrungen…wir waren im Nichtschwimmer-Bereich, auch nicht leerer dort, aber die Kinder und Jugendlichen, die da unterwegs sind, die kann man auch mal anscheißen, wenn sie sich daneben benehmen. Und siehe da, der Dödel hatte sichtlich Spaß #gehtdoch!

Gegen 18:30 hab ich dann begonnen unser Lager wieder abzubrechen, Mission Kind müde machen war erfolgreich! Ich hab also den Dödel wieder umgehost, die Decke zusammengelegt, die Handtücher eingepackt, den restlichen Kram verstaut und mich dann dem Endgegner gewidmet. Dem fucking ultra-unhandlichen Pop-Up-Zelt #wirklichnotsorry.

Habt ihr schon mal versucht ein ultra unhandliches Pop-Up-Zelt, in nem Freibad, während der Kinderbetreuung, mit leichtem Wind und ca. 17.000 Zuschauern, zum ersten Mal, zusammen zu legen? Keine Chance, no way! Absolut unmöglich! Völlig absurd! Also wirklich, ich hatte die Anleitung dabei, die sah aus, als hätte die ein Blinder gezeichnet,  im Dunkeln (jaja, macht keinen Sinn #isklar), ohne zu wissen, was er da überhaupt zeichnen soll, mit Händen auf dem Rücken, unter Wasser!

Da stand ich also, den Dödel im Blick, mit ner Reisetasche, nem Kinderwagen und dem ultra-unhandlichen Pop-Up-Zelt! Die Dinger „aufzubauen“ is wirklich ne Sekundensache, allerdings der Zusammenbau #manmusswohlfalten #irgendwie, der dauert ungefähr so lange, wie die erste Mondlandung. Ich hab es nach 15min. aufgegeben, zum Glück gab es aber genug Zuschauer, die mein Treiben beobachtet haben. 3, in Worten – DREI!!! Klugscheißer waren der Meinung, dass sie das Ding zusammenbekommen würden. Also nicht alle gleichzeitig, spätestens nach den ersten beiden Fails hätte ich persönlich ja als potenzieller Pop-Up-Zelt-Abbau-Joker lieber nochmal an meinem Flutschfinger #demEis #isklar gelutscht, als mich da auch noch zum Horst zu machen! Aber sie wollten es alle wissen und sie haben versagt, so wie ich!

Ich habe mich dann entschieden das Teil so zu transportieren wie es aktuell gefaltet war (hat nach wie vor nicht in die Verpackung gepasst). Auf dem Heimweg war dann noch die Mutter von Jason (knallbraun, wasserstoffblonde, auftoupierte Haare, lange lila Fingernägel und ne Blumenranke vom Knöchel bis zum Hals) so freundlich zu versuchen, das Teil zusammenzufalten, sie hatte schließlich auch so ein Teil dabei, zusammengefaltet versteht sich. Ich muss wirklich hilflos ausgesehen haben! Whatforever, lange Rede kurzer Sinn, Jasons Mutter hat es auch nicht hinbekommen, die wollte mich sicher nur angraben… Ich sag euch, kauft euch niemals ein ultra-unhandliches Pop-Up-Zelt! Das macht nur Ärger!

Nachdem ich mich dann mit des Dödels Mutter beim Dönermann getroffen hab, um ein kurzfristig verfügbares Abendessen zu erstehen, sind wir, also der Dödel, des Dödels Mutter, das halb zusammengefaltete, ultra unhandliche Pop-Up-Zelt und ich, nachhause gegangen.

Pro-Tip:

Geht um Himmels Willen niemals allein in ein Schwimmbad, wenn ihr ein Kleinkind dabei habt.

Kauft verdammt nochmal keine ultra unhandlichen Pop-Up-Zelte.

Geht am Besten gar nicht in öffentliche Freibäder.

 

Heute badet der Dödel wieder auf unserer Terrasse, in seinem Ikea-Pool…Schatten hat er ja jetzt genug, in seinem Ultra unhandlichem pop-Up-Zelt.

 

 

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