Chill mal

„Chill mal“ möchte ich oft laut schreien, behalte es dann aber doch lieber für mich und denke mir meinen Teil.

Wir leben in einer Zeit, in der Leistung vorausgesetzt wird. Leistung ist die Einheit, nach der wir beurteilt, durch die wir verglichen werden. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Ziele zu erreichen, möglichst schnell, effizient, am besten noch super clever oder besonders kreativ, das ist das, was von uns erwartet wird, was wir womöglich auch von uns selbst erwarten.

Für jede Situation im Leben hat man eine gewisse Erwartungshaltung, eine Idealvorstellung, jeder von uns.

Das führt dazu, dass sich der ein oder andere einem gewissen Druck ausgesetzt fühlt, der unter Umständen zur Belastung werden kann.

Diese Situation betrifft alle Bereiche unseres Lebens, den Job, die Partnerschaft, soziale Kontakte, Hobbys und auch die Erziehung unserer Kinder, bzw. die eigene Erwartungshaltung daran, oder eben auch die der „Anderen“.

 

Im Job:

„Kind, mach einen vernünftigen Abschluss, damit du studieren kannst, am besten natürlich Bachelor & Master in einem (schnellen, erfolgreichen) Ritt, damit die Karriere so schnell wie möglich richtig steil gehen kann. „

oder

„Kind, lern was ordentliches, damit du dir später mal was leisten kannst.“

So, oder so ähnlich, dürfte es doch einigen im Verlauf ihres Lebens in den Ohren geklungen haben.

Ausbildung/Studium beendet? Kein Problem, das eigene Umfeld hat natürlich weiter Erwartungen an dich und erschwerend kommt noch dazu, dass man sich selbst auch noch Ziele setzt. Beförderung, neue Stelle mit mehr Verantwortung, neue Aufgabenbereiche…darf´s noch´n Bisschen mehr sein?

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man machen sollte, was man für sich selbst als richtig erachtet (auch wenn man sich manchmal irrt). Mein Weg war, was das anbelangt, relativ konfus abwechslungsreich, ich habe ne Ausbildung zum Frisör abgeschlossen und festgestellt, dass das nicht das Ende der Fahnenstange sei. Folglich habe ich dann also eine weitere Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht und ein paar Jahre meines Lebens im Anzug verbracht. Ihr ahnt es schon, auch das war nicht meine Erfüllung, ich habe mich dazu entschlossen nochmal etwas neues zu beginnen und arbeite nun im öffentlichen Dienst.

In unserer Gesellschaft könnte man meinen Werdegang also als ziellos, unstrukturiert, ineffizient oder vielleicht sogar als vergeudete Zeit betrachten, für mich war es aber der richtige Weg und er hat mich (was letztendlich ja das entscheidende sein sollte) ans Ziel geführt. Ich bin zufrieden, wo ich jetzt bin.

Gut, ich wäre lieber hauptberuflicher Fotograf, am besten Reisefotograf mit nem Vielflieger-Meilen-Konto, dass einem die Freudentränen in die Augen treibt, aber da bin ich Realist und weiß, dass das utopisch ist. Ich mache meinen Job, um in meiner Freizeit das tun zu können, was ich gern möchte. Für mich persönlich muss der eigene Job nicht der Traumjob sein, er muss mir nur dabei helfen meine Träume (wenn auch nicht alle) zu verwirklichen.

Was das angeht, bin ich also schon mal relativ gechillt.

 

in der Partnerschaft:

„Wann wollt ihr eigentlich heiraten? „

Eine meiner Lieblingsfragen, nicht! Zum Einen, weil das, wenn es denn mal so weit ist, kommuniziert wird; und zum Anderen, weil die Frage ja schon mal per se impliziert, dass auf jeden Fall geheiratet werden muss (Schachtelsätze kann ich).

Eine andere, beliebte Frage ist die nach Kindern, bzw. nach Geschwisterkindern, auch hier gibt es einen gewissen Erwartungsdruck. Für viele, gerade aus den älteren Generationen, ist es nach wie vor ein Muss Kinder zu bekommen, am besten frühzeitig, es sollen ja (im besten Fall) mehrere werden. Die Frage hat sich bei uns zum Glück relativ zügig nicht mehr gestellt, da der Dödel sich auf den Weg gemacht hatte.

Nichts desto trotz bin ich der festen Überzeugung, dass man sich hier definitiv nicht von Außen beeinflussen lassen sollte! Mit den Konsequenzen, die durch die Entscheidung „pro Kind“ entstehen, muss nämlich niemand außer euch selbst zurechtkommen. Also liebe Eltern, Freunde, Verwandte und Bekannte, chillt euch mal!

Viel wichtiger, im Bezug auf die Partnerschaft, sind aber ohnehin die Erwartungen, die man an sich und an den Partner hat. Gerade mit Blick auf das #LebenmitRindern sollte man sich bewusst machen, dass beide Parteien mit Sicherheit nicht ununterbrochen topgestyled sind und alles souverän und mit einem Lächeln auf den Lippen erledigen.

Hier sind die Frau und ich glücklicherweise beide #TeamJogginghose, wichtig ist doch im Grunde eigentlich auch nur, dass man füreinander da ist, wenn es notwendig ist. (das weiter auszuführen würde hier jetzt eindeutig den Rahmen sprengen)

Also alles (abgesehen von den „normalen“ Alltagsstreitereien #isklar) gechillt.

 

Soziale Kontakte:

Soziale Kontakte sind ja immer so eine Sache,

Jeder kennt die Situation vom Spielplatz, aus der Krabbelgruppe, vielleicht auch aus dem Freundes-/Bekanntenkreis. Plötzlich wird man mit Sätzen, die mit „mein Kind kann aber schon…“ beginnen, konfrontiert und bekommt so zwangsläufig (auch wenn es nur für eine hundertstel Sekunde ist) das Gefühl Erwartungen nicht gerecht zu werden. Auch Freunde erwarten ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und gleiches gilt auch für die Familie.

Ich für meinen Teil habe mittlerweile gelernt, dass man sich von den Erwartungen anderer freimachen muss, um nicht völlig in Stress zu geraten.

Was die o.g. Sätze betrifft, fällt es mir allerdings regelmäßig schwer zu „chillen“, da bin ich oft kurz davor meine Faust in das Gesicht des Jenigen zu chillen, der mal wieder so einen Satz abgelassen hat.

Hier bleibt nur die Hoffnung, dass sich jeder mal ein bisschen mehr auf sich konzentriert und aufhört, sich mit anderen zu vergleichen, also chillt mal.

Was ne Einleitung, so lang sollte die eigentlich gar nicht werden!

Worauf ich eigentlich näher eingehen wollte, ist der Punkt mit der Kindererziehung, bzw. den Erwartungen, die man selbst an sich, bzw. andere diesbezüglich an einen haben.

 

Die Kindererziehung:

Wir alle haben mit Sicherheit schon im Verlauf der Schwangerschaft daran gedacht, was wir eigentlich für unser Baby wollen, wie wir es erziehen wollen, ob wir eher streng sein werden, oder eben easy peasy tiefenentspannt. Jeder ist geprägt durch die eigenen Erfahrungen, Lebensumstände, sein Umfeld, seine Familie und Freunde.

Früher war alles besser, klingt beknackt, in dem Fall trifft es zumindest in einem Punkt ziemlich genau zu.

Früher gab es keinen unbegrenzten Input von Außen. Früher waren nur die eben schon mal erwähnten Faktoren für unsere Meinungsbildung, für Erwartungen und Ansprüche entscheidend. Heute sieht das etwas anders aus.

Fernsehen, Zeitschriften, Krabbelkurse, Social Media.

Von allen Seiten wird man mit Meinungen, Thesen, Ideen, Erziehungsratschlägen, Heile-Welt-Gelaber und Sonnenschein bombardiert.

Im Fernsehen bekommt man nur heile Familien präsentiert, die obendrein auch noch erfolgreich und unfassbar gutaussehend sind (von den „Trovatos“  und „Frauentausch“ mal abgesehen). Da lächelt einem die Muddi in der Werbung für Waschmittel an, weil das neue Waschmittel eben 50 Waschmaschinen mehr schaffen kann #hierkönnteIhreWerbundverlinktsein, Sachen über die sich Frau eben freut #isklar. Da kommt der Vater freudestrahlend nach der Arbeit nachhause und widmet sich mit voller Hingabe den Kindern, als ob er gerade aus´m Wellnesshotel ausgecheckt hätte. Die Kinder? Die lachen natürlich immer #ihrkenntdas #wieimechtenLeben #nicht!

In Zeitschriften kann man die 50 besten Ratschläge für einen entspannten Weg durch die Trotzphase nachlesen und versuchen diese umzusetzen. Man kann von 20 verschiedenen Experten 30 verschiedene Meinungen miteinander vergleichen und sich dann einer anschließen; man kann auch ganz viele Rezepte für selbstgemachte Babynahrung ausschneiden und an den Kühlschrank hängen #jay.

Krabbelkurse könnte man auch unter soziale Kontakte einordnen, aber mitunter geht´s da auch schon ziemlich asozial zu. Da werden Erwartungshaltungen geschürt, unfassbar! Da machen sich Frauen (haltet mich auf Grund meines Geschlechts für voreingenommen, aber das ist ein meist weibliches Phänomen) gegenseitig das Leben schwer, in dem sie ihrem Gegenüber Pseudo-Defizite aufzeigen, um sich selbst evtl. ein kleines Stück besser zu fühlen. Ladies, was das anbelangt, solltet ihr ganz dringend alle mal´n bissel chilln!

Kommen wir jetzt zu meinem Lieblingsthema was das Schüren von Erwartungshaltungen angeht:

Social Media:

Ich hatte es im letzen Beitrag erst angerissen, aber im Moment ist das schlichtweg ein Thema, was mich doch ziemlich beschäftigt, weil ich immer öfter damit in Berührung komme.

Nehmen wir mein Lieblingsbeispiel – Instagram

Auf Instagram geht es um Bilder. Ok, man kann natürlich auch Text zu den Bildern hinzufügen #ichweißwovonichrede; mittlerweile auch Videos posten, aber Kern der App sind die Bilder, die Bilderflut, die einem entgegen schwappt, wenn man sich einloggt und durch seinen Stream scrollt. Sie ist es, die bei vielen immer mehr Erwatungshaltungen schürt.

Da werden Mahlzeiten für die lieben Kleinen zu Kunstwerken, die hübsch abfotografiert, in jeder Kunstgalerie hängen könnten #hiersprichtganzklarderNeidausmir. Da sieht man nur monochrome, oder pastellfarbene Kinderzimmer mit riesigen Fensterfronten, durch die die Sonne scheint und die aufgeräumter sind, als in den Hochglanz-Kindermöbel-Shops, aus denen sie scheinbar entsprungen sind. Da sieht man lächelnde Mütter (und Väter, wir haben aber meist nicht so viel zu lachen #wegeneuch 😉 ), die nach einer tollen, schlafreichen Nacht in ihrem perfektem Zuhause einen Kaffee zu sich nehmen, während das Kind selig schlummert, oder Klavierstunden nimmt. Da sieht man sexy Mütter, die zum Sport gehen, sich anschließend topgestyled und mit dem neuesten Schmuck behangen, mit ihren unglaublich gutaussehenden Freundinnen, in einem unglaublich süß aussehenden Café treffen, um dort köstliche Kuchen zu essen, die deren Knaller-Figuren natürlich NULL anhaben können.

Nebenbei spielen die Kinder der super glücklichen Menschen in Einklang und Harmonie miteinander, dass einem der Mund offen steht vor lauter wow. Da werden jeden Tag unfassbar tolle Erlebnisse geteilt, es wird gebastelt, mindestens 2h am Tag geshoppt, 4h Bücher gelesen und dann noch gut 3h DIY-Gedöhns gebastelt. Alles natürlich völlig unbeschwert und mit einem Lächeln im Gesicht. Die einzigen Probleme, die zu bewältigen sind, sind die schwerwiegendsten Entscheidungen der Menschheitsgeschichte, wie die Wahl der zu konsumierenden Smoothie-Sorte, am besten passend zum pastell-farbenem OOTD. (Hinweis: Es gibt natürlich auch Gegenbeispiele, die das Real-Life zeigen, diese sind aber rar gesät.)

Das alles, macht vielen von uns das Leben schwer(er), natürlich muss man sich das nicht ansehen, durchlesen, annehmen oder beachten, man möchte allerdings auch nicht in einer Höhle, ohne Kontakt zur Außenwelt wohnen und so kommt es, dass man einfach zwangsläufig davon beeinflusst wird.

Klar versucht jeder ein schönes Bild von sich zu zeichnen (da möchte ich mich auch nicht ausnehmen), die verletzlichen Seiten werden nur denen offenbart, die es auch wirklich verdienen…nichts desto trotz nimmt man (so geht es mir zumindest) so etwas, wenn man ständig damit konfrontiert wird, doch ein Stück weit als normal an, selbst wenn man weiß, dass das, was man zu sehen bekommt, nur die glänzende Seite der Medaille ist.

Ein Beispiel, was mich betrifft und direkt ein paar der utopischen Ziele vom Tisch räumt:

Ich arbeite 40h die Woche, für Selbstständige ein Traum #isklar, für mich definitiv genug! Ich fange morgens gegen 6:30Uhr an zu arbeiten, damit ich den Dödel gegen 16:00Uhr aus der Kita abholen kann. Glücklicherweise arbeite ich nicht auf dem Bau, sondern in einem Büro, ich arbeite also eher mit dem Kopf als mit dem Körper (bitte nicht falsch verstehen, nach einem Tag körperlicher Arbeit würde ich vermutlich sterben), doch trotzdem bin ich nach einem Arbeitstag schon ziemlich platt. Morgens sehr früh aufstehen, tagsüber den Kopf rauchen lassen, zur Kita laufen, Kind abholen. Machen wir uns nix vor, wenn ich morgens noch einigermaßen annehmbar aussehe (im Rahmen des Möglichen), sieht das spätestens zum Feierabend schon ganz anders aus. Ne Karre Mist trifft es vermutlich ganz gut. Ich hole also das Kind ab und bin eigentlich feierabendreif und definitiv nicht mehr beim-Kaffee-mit-Freunden-in-der-Stadt-treffen-vorzeigbar. Wohlwissend, dass der Tag mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erst in den nächsten 4-5h für mich/uns in den erholsamen Teil übergeht #kennter, bemühe ich mich dem Dödel so gut es geht gerecht zu werden (bis seine Mutter kommt).Nicht selten kommt es aber vor, dass er auch mal ne halbe Stunde vor den Fernseher gesetzt wird. Is halt einfach so, geht manchmal nicht anders und ob das jetzt die Waldläufer unter euch entsetzt oder nicht, ist mir ehrlich gesagt auch ziemlich Wumpe. Ich wäre gern ein Übervater, des Dödels Mutter wäre  auch gern eine Übermutter, aber realistisch betrachtet sind doch die meisten Leben, ungefiltert, wirklich nicht insta-(oder sonstwas)-tauglich.

Worauf ich hinaus will, ist die Tatsache, dass man sich davon freimachen muss, sich mit dem Perfektionismus zu messen, der einem tagtäglich um die Ohren gehauen wird.

Also chillt mal!

Das könnte man jetzt so stehen lassen und sagen, wer sich da nicht entspannt, ist selbst schuld, so einfach ist das aber leider nicht.

Auch hier wieder ein Beispiel von mir:

Wenn ich den Dödel abhole, dann spielt er zu 99,9% allein, buddelt im Sand herum oder fegt mit nem Besen irgendwas durch die Gegend. Das bricht mir jedes Mal das Herz. Keine Ahnung warum, vermutlich sind da die in Einklang und Harmonie gemeinsam spielenden Kinder nicht ganz unschuldig dran, auch wenn ich das gar nicht will. Ich hoffe jedes Mal auf´s neue, dass er mit anderen Kindern Fangen spielt, durch die Gegend fährt oder was weiß ich was macht, gemeinsam mit anderen eben. Macht er aber nicht.

Ich habe sogar schon mehrfach seine Erzieher darauf angesprochen, in der Krippe und auch in der Kita! Völlig beknackt…ich weiß das, die sagen mir nämlich alle immer das Gleiche. Alles ganz normal. Und trotzdem ist da dieses Bild, was einfach nicht so leicht verschwinden will, vom mit seinen Freunden spielenden Dödel.

Manchmal wäre es also angebracht sich mal zu chillen, das gilt für uns alle.

Manchmal, dafür hasse ich mich dann regelmäßig, bekommt der Dödel es dann auch ab, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden. Speziell die Erwartungen an ihn: er isst nicht vernünftig (kommt selten vor), er zickt rum, wenn er seine Schuhe  oder seine Jacke anziehen soll, er kann noch kein Klavier spielen (#Scherz #isklar, kann er natürlich schon ), dann bin ich manchmal genervt und motze ihn an, oder lasse ihm nicht die Zeit, die er vielleicht noch braucht. Alles die Folge von falschen Erwartungen.

Gleiches gilt auch bei Erwartungen, die man hat, weil sie einem von Außen aufgedrückt werden. „Er kann noch nicht laufen?“ „Er kann noch keine Zwei-Wort-Sätze?“ Hört man solche Sätze oft genug (und man hört solche Sätze ständig), dann kommt man irgendwann wirklich ins Zweifeln und hinterfragt die Leistung des eigenen Nachwuchses (gerade beim ersten Kind), obwohl das völliger Bullshit ist. Solange also nicht alle mal ein bisschen chillen und aufhören sich gegenseitig das Leben schwer(er) zu machen, solange wird es Erwartungen geben, die nicht erfüllt werden können.

Diese Erkenntnis hilf mir persönlich dabei etwas gechillter zu werden.

Wie sieht das bei euch aus? Seid ihr der Fels in der Brandung, der sich von nichts und niemandem aus dem Konzept bringen lässt, oder stoßt ihr auch ab und zu durch (möglicherweise auch fremdverursachte) falsche Erwartungen an eure Grenzen?

 

 

 

 

4 Gedanken zu “Chill mal

  1. Klaudia bloggt... schreibt:

    Toller Beitrag. Ich kann mich in sehr vielen wiederfinden. Wäre gerne dieser unumstößliche Fels in der Brandung, aber bin leider doch auch nur ein Mensch 😅. Mir stößt dieses „Insta-tauglich“ oder in dem Fall: „nicht Insta-tauglich“ immer etwas bitter auf, denn: Welcher Hanswurst entscheidet denn, was da tauglich ist und was nicht. Ich mache das auch oft, wenn ich ein Bild poste, dass absolut nicht dem Ideal entspricht und rechtfertige mich damit immer ein bisschen, aber das ist doch so ein großer Haufen BS – warum soll das echte Leben nicht taugen ungefiltert dort dargestellt zu werden? Wir sollten die Macht nicht den Perfektionisten überlassen, sondern sie wieder an uns reißen 😉

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  2. nezatarroon schreibt:

    Super interessant, dass es dich auch irgendwie „stört“ wenn das Kind immer nur alleine spielt. Bei uns ist es nämlich beim Von-der-Kita-Abholen genau das selbe, alle Kinder aller Altersgruppen spielen fröhlich fangen oder buddeln oder streiten sich von mir aus auch – aber auch das gemeinsam. Meiner nicht. Immer alleine. Aber die andere Parallele zu deinem Blog ist: Auch Mann und ich mögen keine anderen Menschen, haben Babymassage und Pekip und das ganze Gedöns gemieden und sitzen auf Spielplätzen immer schön abseits. Ich will einfach niemanden kennenlernen wo die ganze Basis der Bekanntschaft die Tatsache ist, dass man ein Kind hat. Also: vielleicht geht es dem Nachwuchs ja genauso und er will einfach mit niemandem spiel, wo die ganze Basis der Bekanntschaft die Tatsache ist, dass man ein Kind IST. Nachdem mir das klargeworden ist finde ich es irgendwie ganz gut, dass er immer alleine spielt.

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    • des Doedels Dad schreibt:

      So hab ich das noch gar nicht gesehen, klingt aber plausibel. Vielleicht hat man als Elternteil auch einfach eine andere Betrachtungsweise und sieht sein Kind nur allein spielen und anderen fällt das eben auch nur bei ihren eigenen Kindern auf. Man weiß es nicht… Zur Beziehungsbasis: ich stimme dir absolut zu, ich hab da doch auch gern andere Grundlagen, als diesen einen, (noch) kleinen gemeinsamen Nenner.

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