auf dem Zenit

 

Es ist an der Zeit, der Kreis schließt sich. Es kommt zusammen, was zusammen gehört. Wasser zu Wasser, Erde zu Erde, Staub zu Staub…Arsch auf Eimer, Topf auf Deckel, Schnaps zum Barmann…bla bla bla, Furz und Feuerstein.

Es ist an der Zeit das 3. und damit letzte Kapitel der handbierschen Urlaubs-Trilogie zu schreiben.

Unsere Anreise bleibt euch auch dieses Mal erspart. Wie wir uns im Nissan Micro zu unserer Bleibe bewegt haben, hatte ich im ersten Teil ja schon ausführlich beschrieben.

Vorweg gleich nochmal der Hinweis:

Wir haben Woche zwei, auf der Insel, in einem Ferienhaus verbracht. Außer uns anwesend waren noch des Dödels Opa & Oma (besser bekannt als #Omapa), seine Uroma und sein 14-jähriger Onkel, allesamt mütterlicherseits.

Auf Grund der Tatsache, dass wir eine Woche in einem Hotel, mit 90% britischem Besatz und Alkohol-Flat, unbeschadet überstanden, hatte ich keine großen Bauchschmerzen, bezüglich Woche 2.

Bevor es hier jetzt aber knallhart, in Robert Ralf Benkö-Manier

[ der Typ, der immer in karierten Hemden unterwegs ist und den Urlaub von Fremden Leuten rettet, die sich wundern, dass sie bei ner 14-tägigen-500€-All-Inklusive-Ägyptenreise-für-2-Personen, ihr Obst rationiert bekommen]

in die Vollen geht, möchte ich euch noch kurz die Gelegenheit geben, tief durchzuatmen, den Kaffee nachzuschenken, nen Bausparvertrag mit Riesterbonus abzuschließen, ne Kippe zu rauchen, den Delphin-Trainer-Trainerschein zu machen,  kurz nen Sonnengruß zur Entspannung zu absolvieren, oder eben einfach noch schnell kacken zu gehen.

Fertig?

Los geht´s, bin direkt bissel aufgeregt.

Im letzten Beitrag, also dem 2. der Trilogie #logisch, hab ich versucht etwas Struktur rein zu bringen, ich bin mir aber gerade noch nicht sicher, ob ich das für diesen Teil auch machen möchte, oder ob ich euch mit meinem Chaos einfach mit in die Tiefe reiße.

Im An- bzw. Abreise-Teil hatte ich übrigens fälschlicherweise erwähnt, dass wir uns Zitat: „…ohne weitere Schwierigkeiten zur Finca bewegt…“ haben. Ganz so war es dann doch nicht, das viel mir grad wieder ein…#ichwerdhaltauchnichtjünger.

In dem Ort, an dem die Finca stand, waren nämlich folgende drei Schilder im Abstand von ca. 15m an jeder Straßenecke aufgestellt:

,was dann zu folgender Odyssee (Ernsthaft und vermutlich noch untertrieben!) durch die Gassen der Stadt führte:

Inca2

Da war mein Blut am kochen. Ich sag´s euch, da half auch die Klimaanlage des Micro nix!

Whatforever, als wir die Finca endlich gefunden hatten war meine Laune schon wieder am Zenit angelangt. Und zwar einfach, weil das Teil von außen schon großartig aussah.

So, wie man es sich vorstellt, wenn man an mediterranen Urlaub denkt.

Sonne #isklar, alte Feldsteine die eine Mauer bilden, Pflanzen aus der Region (kenne mich in Sachen Flora nicht besonders aus – bei mir sind das also alles Pflanzen) und steinalte Olivenbäume, die einen traumhaften Pool einrahmen #WoopWoop.

Ihr merkt vielleicht schon, ein wenig Begeisterung  schwingt beim Schreiben des Textes noch immer nach.

Wer nicht den ganzen Text lesen will (der kann mich ma hier die harten Fakten über die Finca im Überblick sehen). Oder ganz kurz und knapp hier:

Ausstattung

Gut, Partys sind nicht erwünscht und Rauchen eigentlich auch nicht, das war für mich allerdings eher ein Pluspunkt #TeamLAME, wer will schon mit den Schwiegereltern (an alle mitlesenden Schwiegereltern #Sorry #notsorry) Party machen. Ich kann´s verstehen, ich würde auch nicht wollen, dass irgendwelche Halbstarken meine Bude in Schutt und Asche verwandeln.

Anyhow, wir sind also nach unserer kleinen Stadtrundfahrt angekommen und wurden von Luana und Miguel (wie sollte ein spanischer Mann auch sonst heißen – wobei, „JESUS“ [Chesuß ausgesprochen #isklar] wär auch noch gegangen) sehr herzlich empfangen.

Ok, Jesus Miguel konnte sich nur mit Körpersprache artikulieren, sein Englisch war quasi nicht existent, das tat aber der guten Grundstimmung  keinen Abbruch. Luana konnte nämlich gut genug auf Englisch mit uns reden, als dass da die Verständigung  geklappt hat.

Wir wurden ins Haus geführt, Luana hat uns alles (sichtlich stolz – was irgendwie ziemlich niedlich war) gezeigt, und uns direkt, nachdem sie den bereits gefüllten (!!!) Kühlschrank präsentierte,  mal eben noch nen Präsentkorb mit lokalen Spezialitäten überreicht.

Das nenn´ich mal Service! Selbst im Kühlschrank, im kleinen Poolhaus, war schon Bier kaltgestellt! Das muss man sich mal vorstellen! Wirklich super! Sorry, dass ich hier so ins Schwärmen gerate, aber das war wirklich ne erstklassige Gäste-Begrüßung!

Es gab 4 Schlafzimmer, eines mit Bad en Suite, jedes mit Klimaanlage, einen Lesebereich im Dachgeschoss (haben wir nie genutzt, weil logischerweise viel zu heiß da oben), 3 Bäder, wovon 2 schon modernisiert wurden (das 3. en Suite, war noch gut in Schuss, nur halt eben etwas „oldschool“), einen Sitzbereich vorm Hauseingang, eine Terrasse mit einem unglaublichen Blick über die Stadt/Umgebung, auf der Platz für einen großen Esstisch und eine separate Lounge-Ecke war und ein (für uns) riesiger Pool, der durch einen toll bewachsenen Garten eingerahmt wurde.

Hier mal ein paar Bilder (Quelle):

In „Echt“ sah das tatsächlich sogar noch besser aus #ichschwöre! Und; was jetzt nicht besonders überraschend kam; diese Ruhe war einfach nur traumhaft. Gerade im direkten Vergleich zum All-inklusive-24/7-am-Pool-abscheiß-Urlaubstempel war es das Paradies auf Erden!

Nach einer kurzen technischen Einweisung – [es gab Pay-TV (SKY, inkl. Fußball #naisdaswas #schlagendesArgumentfüreureMänner), was dem pubertierenden Onkel des Dödels ein entzücktes „ALTER“ entfläuchen ließ; und ne Alarmanlage] – haben  Luana und Jesus Miguel noch angeboten, an einem Abend unserer Wahl, eine Paella zu machen (haben wir selbstredend sofort angenommen), um sich anschließend direkt zu verabschieden.

Der erste Eindruck, welcher ja bekanntlich entscheidend ist, war schon mal echt großartig!

Die Zimmerfindung war ziemlich schnell abgeschlossen und wir konnten erst einmal mit nem´ Kaffee ankommen. Problem war nur die Kaffeemaschine.

So ein Scheiß-Teil hab ich noch nie gesehen. Das war eine Filtermaschine, die allerdings in der Geschwindigkeit von Vulkangestein gefiltert hat #unddasisnocheineBeleidigungfürdasVulkangestein!!! Pro Tasse Kaffee hat die ungefähr 25Min. gebraucht, bei 5 Kaffeetrinkern – das Pubertier trinkt ausschließlich COLA – is da schon mal´n Tag rum, bevor der Kaffeedurst gelöscht ist.

Anyhow, irgendwas ist ja immer, nä #10EuroinsPhrasenschwein !?

Nach dem ersten Kaffee, also 7 Stunden später, konnte ich dann den Pool testen… da ich das mit einer nie dagewesen Anmut exerzierte, wurde es von mir -nur für euch- noch einmal höchstpersönlich nachgestellt und hochauflösend festgehalten

#AchtungHalbnacktesHandbier

img_0169.jpg

Testergebnis:

Der Pool war nass #Überraschung; angenehm warm (also gefühlt so etwa um die 23Grad – für des Dödels Mutter natürlich deutlich zu kalt) und sowohl groß, als auch tief genug, um mit Anlauf hineinzuspringen, ohne sich irgendwelche Blessuren zuzuziehen. Es gab , um den Pool herum, genügend Sitz- und Liegemöglichkeiten; und im Poolhäuschen fanden sich Luftmatratzen, Schwimmhilfen für Kinder, „Sandspielzeug“, Wasserspritzen und diverse Bälle. Alles in allem, blieben wirklich keine Wünsche offen.

Kommen wir zu den Räumlichkeiten.

Es gab, wie bereits erwähnt, 4 Schlafzimmer, alle mit ausreichend Platz und bequemen Betten ausgestattet (siehe Bilder oben). In jedem Raum fand sich ein Ventilator und zusätzlich eine Klimaanlage, welche wir allerdings nicht genutzt haben (die hätte übrigens auch zusätzlich gekostet #justsayin), weil es nicht nötig war.

Man konnte die Zimmer ziemlich gut von Sonnenlicht abschirmen, da es sowohl außen, als auch nochmal innen -im eigentlichem Fenster- Fensterläden aus Holz gab und zusätzlich noch sehr dichte Vorhänge. Dadurch war es zwar stockdunkel (deshalb gibt´s da auch keine Bilder von) in den Zimmern, aber es hat sich dafür auch nicht so aufheizen können. Die Badezimmer waren alle -wie das gesamte Haus – tip top sauber und es gab genügend Handtücher für alle Anwesenden.

Für uns natürlich ganz wichtig war die Tatsache, dass ein „Reisebett“ zur Verfügung gestellt wurde (ohne Aufpreis versteht sich); und das es einen Hochstuhl und auch Geschirr für Kinder gab.

Die Küche war nicht sonderlich groß, aber ausreichend, um alles vorzubereiten, außerdem hat es sonst wirklich nicht an Platz gemangelt. Die Terrasse hat genug Platz für alle geboten, meist saßen wir zum Essen auf der Terrasse, von dort hatte man nämlich folgenden Blick:

Ein toller Platz, um Morgens erst einmal langsam in die Gänge zu kommen.

 

Apropos Morgens. Wenn der Dödel mal wieder als Erster wach war (also jeden Morgen) haben wir ihn zur Uroma abgeschoben.

Ich bin dann meist zur örtlichen Bäckerei (ein wunderschöner Laden) marschiert und hab das Wichtigste besorgt.

 

Ich muss gestehen, der Ort, in dem die Finca stand, hat mir anfangs nicht besonders gefallen; die Bäckerei und, nach einer kurzen Aufwärmzeit, auch die teilweise maroden Gassen haben mich dann aber doch irgendwie überzeugt.

hier mal ein paar Eindrücke aus dem Ort:

 

Was gibt´s sonst noch zu erwähnen?

Vom Flughafen in Palma, bis zur Finca fährt man ca. 30min. Gleiches gilt auch für den Weg zum Strand. In der Innenstadt war man nach ca. 10min. Fußweg, allerdings geht’s zurück bergauf (mit ´ner ordentlichen Steigung).

Ein großer Spielplatz findet sich in ca. 7 Gehminuten Entfernung und Donnerstags ist ein großer Markt in der Stadt.

Nach ca. 15Min. Fahrt erreicht man einen „Lidl“ und einen „Müller“ und ein „Aldi“ (vermutlich SÜD 🙂 ) war da auch noch irgendwo #glaubeich.

Wir haben einmal den Weg zum Strand – Playa del Muro- auf uns genommen, der Strand ist toll, siehe hier:

am Pool hat´s uns aber trotzdem besser gefallen, außerdem kann einem da niemand ins Auto kotzen 😉 .

Wir haben also 90% des Urlaubs am Pool, bzw. auf der Terrasse verbracht #manwilljaauchwasfürseinGeldbekommen, das hatte, abgesehen vom wirklich tollen Grundstück/Haus/Pool #ichwiederholemich #iknow auch damit zu tun, dass es eigentlich die ganze Woche, tagsüber nicht kälter als 33 Grad im Schatten wurde.

Wir haben einen Ausflug unternommen und danach beschlossen, dass es für jegliche Art körperlicher Anstrengung -wozu Ausflüge bei solchen Temperaturen eindeutig zählen- bleiben zu lassen.

Ich hätte gern die ein oder andere Geschichte über die Mitreisenden erzählt, aber es gab nicht wirklich viele Reibungspunkte.

Gut, ein/zwei Mal war die Situation kurz vor der Eskalation. Einmal hatte des Dödels Uroma sich gerade die Haare gemacht, bevor sie sich zum Sonnen an den Pool legte #kannmansomachenisdannhaltkacke ,die männlichen Mitreisenden waren aber gerade in eine epische Wasserschlacht verwickelt und konnten dementsprechend natürlich keine Rücksicht auf eventuelle Koll(Haar)teralschäden #derwarschlecht #sorry nehmen #isklar.

Ein anderes Mal hat des Dödels Uroma erzieherische Maßnahmen bei ihrem Sohn, aka. meinem Schwiegervater, ergriffen und sein Handy eingezogen. Er hatte beim abendlichen Beisammensitzen Quizduell mit mir gespielt; da er aber nicht zwei Sachen auf einmal kann und dementsprechend latent abwesend war, war das Handy ruck zuck weg. Fand er nicht so witzig #wirschon. Ansonsten  hat das Pubertier unmissverständlich klar gemacht, dass sein Wortschatz zu 98% aus „ALTER“ besteht und Cola ganz klar zu den Grundnahrungsmitteln gehört.

Nachfolgend möchte ich euch, quasi zum Abschluss, noch ein paar PRO-Tips für euren nächsten Finca-Urlaub auf Malle mitgeben:

  • nehmt um Himmels Willen Insektenspray mit (entgegen der wahnwitzigen Aussagen meiner SchwiMu gibt es MÜCKEN auf Mallorca #sehrvielesogar)
  • nehmt Sonnencreme mit #gutistvermutlichkeinrichtigerprotip
  • solltet ihr erwägen irgendwo essen zu gehen, dann müsst ihr nicht vor 19Uhr aufbrechen (ist mit Kleinkind übrigens weniger gut praktikalbel #ihrkenntdas)
  • probiert dringend die heimischen Bäcker/Restaurants aus

und am aller aller-aller-aller-wichtigsten:

  • wenn euch ne Paella angeboten wird, dann nehmt sie an!
Paella

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Zum Abschied hat uns Luana übrigens allen noch eine selbstgenähte Shopping-Bag überreicht. Wirklich toll, schon allein der Geste wegen.

 

Fazit:

Rückblickend würde ich definitiv den Finca-Urlaub dem All-inklusive-24/7-am-Pool-abscheiß-Urlaubstempel vorziehen. Man muss sich zwar selbst verpflegen, dafür muss man sich aber, wenn überhaupt, nur mit den selbst ausgesuchten Mit-Urlaubern rumärgern und man hat den Pool nahezu für sich allein. Wir haben mit unserer Auswahl wirklich einen Volltreffer gelandet, den ich jedem uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

Wir hatten eine tolle Zeit!

Ich möchte zum Abschluss nochmal kurz drauf hinweisen, dass das kein vom Eigentümer der Finca gesponserter Post ist (Oma hat eingeladen), sondern einer der von Herzen kommt.

 

 

 

 

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