wie Magie

 

Heute hab ich etwas ganz besonderes für euch, es geht um Magie!

Nicht um Maggi, das is´ zwar auch toll, aber Magie ist natürlich noch viel toller! Am tollsten, quasi!

Magie umgibt uns, immer, überall! Magie ist was ihr draus macht! Keine Sorge, ich bin nicht endgültig durchgedreht!

Ich möchte euch heute mal zeigen, wie ihr selbst ein bisschen zaubern könnt… #uhhhhhhhh, damit hab ich jetzt sicherlich eure ungeteilte Aufmerksamkeit?

Doch kurz vorweg vielleicht doch noch ne kleine Erklärung und der Hinweis, dass ihr auch nach dem Lesen meines Beitrags  telepathisch keine Löffel verbiegen oder gar Elefanten schweben lassen könnt.

Worum geht´s mir?

Wir werden im Alltag von einem unglaublichen Perfektionismus umgeben. Alles muss perfekt sein, alles muss glänzen, alles muss gerade sein, symmetrisch, stylisch, schlank, groß, makellos, faltenfrei. Von allen Seiten wird man mit Idealen zugemüllt, die irgendwer mal als solche festgelegt hat; und welche nun von der Allgemeinheit als gegeben genommen werden.

Graue Haare bei Frauen sind doof, Pickel auf der Nase sind doof (aber echt 🙂 ), ein paar Pfunde zu viel sind richtig doof, Makel im allgemeinen werden nicht akzeptiert, versteckt, vertuscht, stigmatisiert und kritisiert.

Dabei – das dürfte niemanden jetzt wirklich schocken – ist niemand perfekt, es gibt allerdings Menschen, die ziemlich gut darin sind, ihre eingebildeten Makel zu verstecken. Das gilt selbstverständlich auch für das Bildernetzwerk schlechthin.

Ich liebe Instagram, ok ich hasse es auch, aber hey, ich liebe es!

In einem sozialen Netzwerk, dessen Fokus ganz klar auf Bildern liegt, ist diese „Perfektisierung“ deutlich zu erkennen.  Man sieht hauptsächlich perfekte Fotos von Menschen, die man darum beneidet, wie toll deren Haut ist, wie perfekt die Frisur oder Figur; und wie aufgeräumt deren Wohnungen immer sind.

Es gibt mittlerweile natürlich auch Gegenbewegungen ( z.B. #fürmehrRealitätaufInstagram ), die es sich zur Aufgabe machen, die Realität so unperfekt zu zeigen, wie sie eben ist. Das Gros versucht allerdings das beste aus Fotos herauszuholen, was ich jetzt hier auch überhaupt nicht irgendwie negativ einordnen will, ich zähle nämlich auch zu letzteren.

Ich, für meinen Teil, bin ein kleiner Monk, ich liebe gerade Linien, Symmetrie, Fotos mit tollem Licht, cleane Optik, Reduziertes im allgemeinen, möchte aber keine gestellten Fotos produzieren. Ewiges Hin- und her-Drappieren,aka. Bildkomposition, tausende Versuchsaufnahmen, perfekte Ausleuchtung, das mag ich nicht, es ist mir schlichtweg zu viel Aufwand und mir fehlt auch – ich muss es leider zugeben – das Know-How und die Muße dazu. Was mir allerdings nicht fehlt, ist die Affinität zu Technik im allgemeinen, die Begeisterung Fotos zumachen und auch zu Bildbearbeitung. Also versuche ich auf den für mich einfacheren Weg meine Ergebnisse auch etwas zu optimieren – nicht zu verfälschen [.B. ein paar pfunde wegretuschieren oder so].

Es liegt einfach in der Natur des Menschen sich zu optimieren, zu lernen und ganz klar ist es auch nachvollziehbar, dass sich niemand selbst in einem „schlechten Licht“ darstellen möchte.

Das ist vermutlich auch der Fakt, den man sich ab und zu vor Augen führen sollte, wenn man grad mal wieder mit sich unzufrieden ist und zufällig von nem perfektem Model aus einem Katalog angelächelt wird.

Um das ganze mal etwas zu verdeutlichen, möchte ich euch heute zeigen, wie ich meine Fotos bearbeite; bzw. was es für Möglichkeiten gibt, die auch ein Leihe ganz einfach umsetzen kann.

Los geht´s!

Am Anfang steht natürlich immer ein Foto, dass ihr gemacht habt. Ich möchte euch jetzt nicht mit technischen Details langweilen; was Blende, Verschlusszeiten & Co. bedeuten könnt ihr anderswo nachlesen, wenn euch das wirklich interessiert.

Ich fotografiere meist mit einer Fujifilm X-T10, in Verbindung mit einem 18-55mm Objektiv, welches quasi das Standard-Objektiv für diese Kamera ist, falls ich die mal nicht dabei hab, dann tut´s auch mein iPhone (6s).

Nachdem ich also ein Foto gemacht habe, welches meiner Meinung nach Potential hat, geht´s an die Postproduction.

Ich nutze kein Photoshop, weil ich Bilder in der Regel am iPad (man könnte glatt denken Apple hätte den Beitrag gesponsort, leider war das aber mein Dispo 😉 ) bearbeite.

So sieht mein Ordner aus, der alles beinhaltet, was ich evtl. bei der Bearbeitung brauche.

file4

Ihr seht:

Snapseed

  •  ein sehr umfangreiches, kostenloses Bildbearbeitungsprogramm

AfterFocus

  • hat nichts mit Ärschen zu tun, es sei denn, ihr fotografiert welche und wollt den Hintergrund unscharf haben 😉

Facetune

  • eine App, die ziemlich viel kann, hauptsächlich aber zur Porträt-Verschönerung genutzt werden kann

Retouch

  • wenn euch irgendwas in einem Bild stört, könnt ihr es mit dieser App daraus entfernen

InstaSize

  • der Name ist Programm, habt ihr Bilder, die zu groß für das von Insta vorgesehene Format sind, dann werden sie durch die App angepasst

Polygen

  • is ne Spielerei, die in der Aufzählung eigentlich nichts zu suchen hat

Rhonna

  • auch ne Spielerei, welche hauptsächlich für Text auf Bild gut benutzbar ist

ColorSplash

  • macht alles grau, außer den Teilen des Bildes, die ihr bunt haben wollt

Hypetype

  • bringt Schwung in eure Stories; und zwar mit animierten Texten #kennter

VSCO

  • für alle Filter-Fans das richtige

LightX

  • falls ihr doch mal nen Elefanten schweben lassen wollt, könnt ihr ihn vorab mit dieser App aus einem Bild ausschneiden; und ihn dann in ein anderes einfügen

Prime Photos

  • hier speichere ich meine Fotos (bzw. lasse sie automatisch speichern)

Fotos-App des iPads/iPhones

  • gibt´s logischerweise nur für iOS-Geräte, finde ich aber ungemein nützlich, weil man damit schon viele Basics der Bildbearbeitung machen kann

 

Das sind sie also, meine kleinen Helfer zum (für mich) „perfektem Bild“.

Ich zeige euch am besten mal an einem Beispiel, wie ich sie benutze.

Ausgangspunkt ist folgendes Foto:

Ausgangsbild

Das ist eines, von ungefähr 50 Bildern, die ich da gemacht habe. Der Dödel ist mit seinem (mittlerweile viel zu kleinem) vierrädrigen Dreirad durch die Bude geheizt und ich hab einfach draufgehalten.

Wenn ich mir das Bild so ansehe, dann kommt allerdings wieder der Monk in mir zum Vorschein und hat einiges zu kritisieren.

Fangen wir mal bei der Ausrichtung des Bildes an, ich denke mir eine Horizontlinie und muss feststellen, dass ich die Kamera nicht gerade gehalten habe.

Hier kommt die (iOS) Fotos-App zum Einsatz:

Ausrichtung

In der App gibt es einen Drehregler, mit dem man das Bild ausrichten kann; als kleine Hilfestellung wird noch ein Grid angezeigt, welches bei der Ausrichtung hilft.

Nachdem ich das Bild geradegerückt habe, mache ich mich daran, das große Schwarze Ding, formerly knwon as unsere Couch, #malsogarnichtwhiteLiving zu entfernen.

Ich schneide das Foto (gleiche App) nach meinem Geschmack zu.

Zuschnitt

Auch hier wird wieder das Grid angezeigt. Es dient neben der Orientierung für gerade Ausrichtung noch zu einem weiterem Zweck:

wenn ihr ein Bild zuschneidet, macht es Sinn darauf zu achten, dass euer Hauptmotiv auf einem der Schnittpunkte des Grids liegt. Wenn ihr das berücksichtigt, dann habt ihr annähernd ein Foto, dass sich an die Regeln des goldenen Schnitts hält…und die große schwarze Couch ist dann auch verschwunden 🙂 .

Die meisten wären jetzt vermutlich glücklich mit dem Bild, ich hätte aber gern noch etwas die Lichtsituation verändert. Aktuell mag ich Bilder, die ganz knapp an der Überbelichtung vorbeischrammen, schön hell darfs sein, als ob die Sonne richtig schön die Muskeln spielen lässt.

Auch hierfür muss die Fotos-App nicht verlassen werden, es gibt einige Einstellungsmöglichkeiten direkt in der App; und zusätzlich noch ein paar vorgefertigte Filter.

file3

Mir persönlich hat es besonders der „Blass“-Filter angetan (den es übrigens seit dem Update auf iOS 11.0 nicht mehr gibt – ich kann also nie mehr updaten- . Meist muss ich nach der Anwendung dieses Filters eigentlich nichts mehr ändern, weil er so eine ganz bestimmte Lichtstimmung erzeugt, die mir sehr gut gefällt. Für alle, die noch ein wenig Fine-Tuning betreiben möchten, gibt es auch noch weitere Einstellungsmöglichkeiten (Schatten/Glanzlichter/Brillanz/Helligkeit & Co).

Da nur eine Hälfte der Menschheit Apple-Produkte benutzt, hat die App „VSCO“ übrigens ihre Daseinsberechtigung. Hier findet ihr, falls ihr Android nutzt ähnliche (und noch viel mehr) Filter.

Jetzt sieht es schon ziemlich gut aus in meinen Augen.

Ich bin aber weiterhin noch nicht ganz zufrieden mit dem Foto. Ein Salzstreuer aus des Dödels Küche hat es genauso auf das Bild geschafft, wie ein Teil eines kleinen Beistelltischchens, der (meiner Meinung nach) nichts für das Motiv macht.

Womit wir dann auch endlich bei der versprochenen MAGIC wären.

Der Salzstreuer muss weg! Der Beistelltisch auch! Hierfür gibt es „ReTouch“.

Mich persönlich begeistert diese App jedes Mal auf´s neue!

Man markiert die störenden Objekte

Attachment0

drückt auf „GO“ und zack:

file9

weg!

Das ist doch total krass, oder? Also ich bin nach wie vor begeistert -also wirklich ernsthaft- , dass das so einfach möglich ist. Was hab ich mich da früher immer drüber geärgert, wenn irgendwas auf nem Bild zu sehen war, was da hätte nicht sein sollen…

Für mich ist das Foto jetzt toll, man könnte mit den anderen Apps, die oben aufgeführt sind, aber noch einiges anstellen:

zum Beispiel ein paar Farbeffekte mit ColourSplash

Splash

oder die Schärfe/Struktur des Bilde mit Snapseed anpassen:

Snapseed Details

Ihr seht, es geht sehr sehr sehr viel, ohne wirklich Ahnung zu haben; und vor allem, ohne viel Zeit und Geld (ich hab ca. 10€ für die Apps ausgegeben – da nicht alle kostenlos) dafür aufzuwenden.

Zum Abschluss noch mal der direkte Vorher-Nachher Vergleich:

 

It´s Magic!

 

Ach übrigens, wenn ihr beispielsweise „Snapseed“, oder auch „Facetune“ benutzt, um eure Gesicher zu pimpen, dann achtet ein bisschen darauf, dass es keine Haut ohne Poren gibt und keine Zähne, die so weiß sind, dass einem die Augen (die dann meiste auch noch extram weiß leuchten) wehtun 😉 .

Also, glaubt nicht alles, was ihr seht!

 

 

2 Gedanken zu “wie Magie

  1. synapsenfasching schreibt:

    Schon seit announcement auf der „to read“ Liste und nun endlich geschafft. Man könnte fast meinen es wäre glückliche Fügung, denn in meinem letzten Beitrag ging es um ein ähnliches Thema 😂 Jetzt spare ich mir den Fotokurs 2018 und lade mir einfach alle vorgeschlagenen Apps herunter! Denn ich bin ja auch so ein Monk vor dem Herrn, der bei unsymmetrischen Bildern von anderen am lieben den Regler drehen würde um inneren Frieden zu schließen. Hier verirrt sich auch oft Sachen auf Bilder, die in meinen Augen störend sind…und das so leicht zu entfernen klingt traumhaft ❤️ Merci für die Inspiration und Instruktion!

    Gefällt 1 Person

    • des Doedels Dad schreibt:

      Hab mir vorhin schon gedacht, dass dein Post ganz hervorragend zum Thema passt. Es gibt scheinbar erstaunlich viele Monks 😁. Den Fotokurs kannste dir sparen, im Zweifelsfall kann ich dich auch instruieren🙋🏻‍♂️.

      Gefällt mir

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