Ich Grinch

!!!Warnhinweis: Für alle Weihnachtsfreunde ungeeigneter Content!!!

 

Weihnachten.

Am heutigen Tage, während ich gerade anfange diesen Beitrag zu schreiben, sind es noch 13 weitere bis zum 24.12.; also noch weniger als zwei Wochen.

Einige mag dieser Gedanke nicht erschrecken, Anderen treibt er die Schweißperlen auf die Stirn #lastminuteGeschenkeundso. Mich persönlich treibt eigentlich nur die Aussicht auf ein paar arbeitsfreie Tage um.

Dieses ganze Theater um Weihnachten, ich mag es nicht!

Es gibt mehrere Gründe für mich, diesen Aufriss überflüssig zu finden.

Ich fange mal hiermit an:

Warum feiern wir überhaupt Weihnachten?

Weihnachten ist -sofern man Wikipedia, und meiner früheren Ethik-Lehrerin Glauben schenken darf- das Fest zur Geburt Christi. Rums!

Hiermit könnte ich, als geborener AntiChrist (alternativ auch AntiMuslim/AntiJude/AntiHindu/AntiBuddhist/AntiBakteriell…Konfessionsloser aka. Ungläubiger #ihrwisstwasichmeine), mein Plädoyer abschließen und die Urteilsverkündung abwarten.

Da der Beitrag damit allerdings ziemlich kurz geraten würde und ihr von mir ja ein gewisses Maß an „Entertainment“ gewohnt seid, gehe ich da mal noch etwas näher drauf ein.

Jesus Geburtstag also. Keiner weiß, wann der Herr Jesus Christus Geburtstag hat, seinen Vater, aka. Gott, formerly known as der Heilige Vater, kann man nämlich nicht fragen. Was ne verfahrene Situation! Vermutlich würde er sich aber sowieso nicht mehr erinnern, da er ja nun doch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hätte.

Anyhow, vielleicht kann man Jesu ja auch selbst nochmal bei Gelegenheit fragen, schließlich ist er ja schon mal auferstanden. Aber egal, ich schweife ab; andere Fete.

Da keiner wusste, wann der alte J. Geburtstag hatte, hat die Kirche #himmlischesahhhhhhhhhiervorstellen einfach mal ´nen Tag festgelegt.

Den 25.12.

Der 25.12, ist nun also Jesu Geburtsdatum. Gefeiert wird aber mittlerweile trotzdem am 24.12.; was wiederum daran liegt, dass schon am Vorabend zusammengefunden wurde, um zu beten. Gemeinsames Beten für die Geburt Jesu am nächsten (längst vergangenen) Tag ist also die Grundlage für das heutige Weihnachtsfest. Mich persönlich befremdet das irgendwie.

Für ne kurze Diskussion auf der knackekalten Kirchenbank, während der Weihnachtspredigt am Heiligabend, würden die Informationen allerdings definitiv schon reichen, deshalb will ich das jetzt nicht weiter vertiefen. Theologie war noch nie meine Stärke (ich bin ja schließlich ein Ossi), deswegen kreuzigt mich bitte nicht #wiederdasandereFest, wenn ich das in meiner Funktion als Grinch nur grob angerissen hab.

Die ganze Glaubens-Kiste ist der eine Punkt, jeder soll das glauben was er will.

Ein völlig anderes, aber eben doch definitiv zugehöriges Thema bezüglich Weihnachten ist das:

die Weihnachtsstimmung.

Mein persönlicher Endgegner! Wie soll man bitte die Weihnachtsstimmung von Ende September bis zum Prä-Christi-Geburtstagsabend aufrechterhalten!?

Deko, Lebkuchen, Stollen, Plätzchen 6 Schoko-Weihnachtsmänner sind, kurz nachdem die Sonnencreme aus den Regalen verschwindet, omnipräsent.

Das vermasselt mir die Weihnachtsstimmung!

Und dann wär´da ja auch noch der Klimawandel.

Schnee zu Weihnachten, also Schnee Schnee, nicht die braune Matsche-Pampe, die nach nem spärlichem Niederschlag über bleibt, sondern schöner Pulverschnee, am besten mit Sonnenschein und ich wär´zufrieden. So einfach.

Außerdem trüben mir noch folgende Sachen die Weihnachtsstimmung:

  • Kommerzialisierung des Todes
  • an Lichtverschmutzung grenzende Deko-Elemente
  • überfüllte Innenstädte
  • Geschenkbesorgungsstress
  • tausende Kilometer auf überfüllten deutschen Autobahnen (Familien besuchen)
  • Glühwein (eine der widerlichsten Erfindungen aller Zeiten)
  • Weihnachtslieder („Last Christmas“ ausgenommen)
  • die Weihnachtslüge
  • usw. (hier könnte ich ein Buch schreiben)

Nachfolgend gehe ich mal etwas näher auf meine kleine Weihnachts-Hass-Liste ein.

  1. Die Kommerzialisierung des Todes – was wird nicht aus jedem weihnachtlichem Fliegenschiss Profit geschlagen. Weihnachtsklopapier, Weihnachtsduftkerzen, Weihnachtspullover usw. usw. usw. Es geht nur noch ums Kaufen, um das größte, beste, teuerste Geschenk und nicht mehr um das Beisammensein, um das Teilen miteinander, um das Runterkommen, um ruhige Stunden mit der Familie. Das nervt!
  2. Die Lichterketten-Eskalation – ich bin grundsätzlich ja für alles zu haben, was irgendwie etwas mit Technik zu tun hat, für ALLES! Aber, wenn ich dieser Tage durch die Straßen gehe, dann hab ich mitunter Schiss nen epileptischen Anfall zu erleiden. Manche Menschen scheinen ihre Bausparverträge für die unausweichlichen, irre hohen Stromrechnungen auflösen zu müssen, die da, ob der Flutlichtbeleuchtung, kommen werden. Oder aber, die Ufo-Gläubigen haben sich emanzipiert und trauen sich nun öffentlich die Landebahnen für die von ihnen erwarteten Besucher zu beleuchten. Man weiß es nicht! Was ich aber weiß ist, dass mir diese blitzenden, blinkenden, grellen Neon-Dinger gehörig auf die Nüsse gehen. Ich mein ernsthaft, wo sind denn die guten alten Schwibbögen abgeblieben? Ach und LED´s in der Weihnachtszeit, c´mon! Benutzt wenigstens „echte“ Kerzen.
  3. In der Weihnachtszeit versuche ich grundsätzlich Innenstädte zu meiden,  Schwierigkeiten kriege ich da allerdings schon allein dadurch, dass ich mitten in der Stadt arbeite. Mir ist es ein absolutes Rätsel, wer überhaupt noch arbeiten geht, wenn ich sehe, wie voll die Innenstädte sind. Gedrängel, Hektik, Krach…genau das Gegenteil von Weihnachten, wenn man so will. Auch nicht mein Ding.
  4. Geschenkebesorgungsstress kennen vermutlich die meisten. Man will nicht irgendeinen Mist schenken, aber auch nicht unglaublich viel ausgeben, man möchte, dass es nicht gegen das eigene Geschenk abstinkt (kann natürlich auch nur mir so gehen) und man will ja auch immer irgendwie was „Neues“ schenken. Jedes Jahr auf´s neue ein Krampf.
  5. Familienbesuche in der Weihnachtszeit. Bei uns läuft das folgendermaßen ab. wir fahren dieses Jahr am 22.12. nach Berlin (ungefähr 300km) von uns entfernt, dort verbringen wir zwei Tage mit Vater/Stiefmutter, Halbbruder und Oma von des Dödels Mutter; anschließend fahren wir nach Grenzpolen  (ungefähr 160km) zur Mutter/Stiefvater, sowie Oma und Opa von des Dödels Mutter. Dort bleiben wir dann auch zwei Tage, um von Grenzpolen, aka. FrankyO, aus direkt zu meinen Eltern zu fahren (ungefähr 360km). Von meinen Eltern geht´s dann wieder Nachhause (nur knapp 50km). Dieses ganze Rumgekurve findet natürlich statt, weil niemand zu kurz kommen soll. Blöd nur, dass der Dödel Autofahren jetzt nicht so geil findet und 300km im Winter-Weihnachts-Heimreise-Verkehr auch nochmal was anderes sind, als im Sommer. Ich freu´ mich jetzt schon drauf #nicht.
  6. Glühwein. Mittlerweile ist es ja so, dass es keine Weihnachtsmärkte mehr gibt, auf denen ein paar Glühweinbuden stehen, sondern die Glühweinmärkte werden eher etwas weihnachtlich geschmückt. Genau das richtige für mich als Bier-Trinker. Ich kann Wein leider überhaupt nichts abgewinnen, heißem Wein aber noch viel weniger! Was ich außerdem nicht verstehe, es wird ja immer mit so viel Schi Schi drauf geachtet, dass der Wein wohltemperiert serviert wird; und am besten vorab noch schön atmen kann, um ihn dann genüsslich aus einem speziellen, nur für diese Weinsorte gekauften Glas zu trinken. Und in der Weihnachtszeit, auf´m Glühweinmarkt, da wird das Zeug dann stundenlang unkontrolliert erhitzt und aus Tassen getrunken? Nicht euer Ernst oder?
  7. Weihnachtslieder klingen für mich wie blanker Hohn, ernsthaft! „Lasst uns froh und munter sein“ und „Stille Nacht, heilige Nacht“ kann nur jemand geschrieben haben, der keine Kinder hat. Oder „Vorfreude schönste Freude“, is klar! Ich will mal die Gesichter der lieben Nachkommen sehen, wenn man ihnen sagt, dass die Vorfreude auf die Geschenke das diesjährige Weihnachtsgeschenk war! Da is aber ganz schnell Schluss mit „fröhliche Weihnacht überall“.
  8. Zu guter letzt die Weihnachtslüge, also die Geschichte mit dem Weihnachtsmann. Den Weihnachtsmann gibt es erst seit dem 19Jh. Vorher ging es also auch ohne. Und ich frage mich ernsthaft, warum man seinen Kindern diese Lüge auftischen muss!? Ich fände es viel besser zu sagen, dass es eben am 24.12. Geschenke gibt, wenn die Kinder das ganze Jahr über artig sind. Mit der Familie kann man auch so zusammenkommen, sollte man sogar! Warum muss da diese Coca-Cola-Werbefigur unbedingt im Spiel sein? Die meisten kleinen Kinder haben ohnehin Angst vorm Weihnachtsmann; und wenn sie groß genug sind, um keine Angst mehr zu haben, dann kommen sie ganz schnell dahinter, dass es keinen Weihnachtsmann gibt und die erste große Lüge der Eltern (und aller Anderen) ist aufgedeckt. leider Gottes wird diese Weihnachtsgeschichte unseren Kindern ja von allen Seiten um die Ohren gehauen, sodass man gar keine andere Wahl hat, als dieses Theater mitzumachen.

Ihr merkt also, es gibt für mich viele gute Gründe Weihnachten irgendwie nicht so toll zu finden. Ich kann auch durchaus verstehen, dass viele Leute dazu eine völlig andere Meinung haben, aber teilen kann ich diese trotzdem nicht. Ich bin froh, wenn dieser ganze Trubel vorbei ist.

Hiermit ist es ganz offiziell, ich bin der Obergrinch!!!

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