Vero was?

 

 

Vero hell

Vero Vero Vero Vero Vero, überall ließt man aktuell von Vero.
Ich bin neugierig geworden und hab mich mal ein wenig mit dem Thema beschäftigt.
Ich persönlich hoffe nämlich immer -wenn mal wieder ein „neues Netzwerk“ (Vero gibt es schon seit 2015!) an den Start geht- dass das die „Erlösung von Instagram und seinen mittlerweile doch gravierenden Nachteilen sein könnte.
Einige Nachteile auf Instagram, die meiner Meinung nach dringend abgestellt gehören sind bspw.:
  • Der durch Algorithmen sortierte Feed (für mich vor einigen Jahren schon der Grund Facebook den Rücken zu kehren)
  • die überbordende Werbung
  • die begrenzten Privatsphäre-Einstellungen

 

Da Facebook, aber einen Teufel tun und nicht mal eine dieser Sachen ändern wird, hoffe ich eben auf eine Alternative!

 

Seit einigen Tagen geistert nun bei vielen von euch irgendwie dieses Vero herum.

Keiner weiß genau, wo der Hype auf einmal her kommt, aber offensichtlich besteht doch ein gewisses Interesse an einer  echten Alternative.

Den meisten wird es so wie mir gehen, man fragt sich, was die App nun ausmacht, ob/was sie besser kann als Instagram, und ob sich der Umstieg lohnt.

Die Macher Veros wissen/wussten offenbar sehr genau um die Tatsache, dass es eine Alternative braucht, die eben die „Fehler“ Instagrams ausbügelt.

 Man hat sich folgendermaßen in einem „Manifest“ (was ich persönlich ja irgendwie leicht drüber finde) positioniert.

 

Veros Manifest:

Menschen suchen Kontakt.


Aus diesem Grund wurden soziale Online-Netzwerke in den letzten zehn Jahren so wichtig für uns.

Sie boten uns das Versprechen und die Mittel, ständig in Verbindung mit unseren Freunden zu bleiben und zu teilen, was in unserem Leben passiert.

Aber als die Zeit verging, begann eine Unausgewogenheit zwischen den Interessen der Plattformen und der der Nutzer.

Ein falsches Gefühl der Verbundenheit ließ uns einsamer denn je zurück.

Die sozialen Netzwerke degradieren Menschen zu „Freunden“ und „Followern“, was dazu führt, dass nur die interessantesten Dinge aus unserem Leben geteilt werden. Wenn du Kontrolle darüber hast, wer was sehen kann, kannst du dich viel natürlicher verhalten.


Also haben wir uns entschieden, etwas Authentischeres zu erschaffen.

Wir haben ein soziales Netzwerk geschaffen, mit dem Du du selbst sein kannst. Daher der Name Vero. Vero bedeutet Wahrheit.

Wir kuratieren nicht, wir manipulieren nicht, wir fügen keine Werbung ein. Es gibt keine Algorithmen und keine Datensammelei. Niemals.

Das größte soziale Netzwerk ist dasjenige, das bereits zwischen Menschen besteht.

VEROs MISSION IST ES, DIESES ZWISCHENMENSCHLICHE NETZWERK ONLINE VERFÜGBAR ZU MACHEN.

Danke, dass Du uns hilfst, ein wirklich soziales Netzwerk aufzubauen.

So weit so gut; Vero greift also nicht in den Feed ein, Vero platziert keine Werbung und sammelt keine Daten. Aha.
Klingt ja fast zu schön, um wahr zu sein!
Einen kleinen Haken hat die Sache natürlich schon, denn die (Weiter-)Entwicklung der Apps, die Bereitstellung der Serverkapazitäten und  die Pflege des Netzwerkes sind natürlich nicht ganz billig und so muss anderweitig Geld eingenommen werden.
Wie nimmt man nun Geld ein, wenn keine Werbung generiert wird!?
Laut Vero funktioniert das folgendermaßen:
Bei Verkäufen über die App generiert Vero Einnahmen durch Transaktionsgebühren (nicht bei Spenden). Außerdem werden wohl zukünftig Abonnements die Plattform finanzieren.
Die ersten 1 Million User darf noch kostenlos rein und bleibt dauerhaft von Gebühren befreit. Alle Nutzer danach müssen zahlen.
Bisher gibt es noch keine konkreten Preisangaben, es ist nur von einem „kleinen jährlichen Beitrag“ die Rede. Außerdem würden alle Mitglieder gleich behandelt und bekämen Zugriff auf alle Funktionen.
Gut, klingt jetzt erst einmal nicht schlecht! Ich persönlich wäre für ein Netzwerk ohne Werbung und Eingriffe in meinen Feed auch bereit eine (niedrige) Gebühr zu zahlen.
Für mich persönlich ist die Optik eines der entscheidenden Kriterien, eine App zu nutzen.
Deshalb habe ich mir natürlich auch die Aufmachung der App angesehen.
Hier nun mal ein paar Bilder der Oberfläche (alle Bildrechte liegen bei Vero):

So sieht beispielsweise der Anmelde-/Registriervorgang aus.

Grundsätzlich ist die App sehr dunkel gehalten, was mir persönlich auf den ersten Blick sehr gut gefällt.
Im nächsten Schritt werden die Funktionen kurz genannt:
Man kann Person X nun als „engen Freund, ein „Freund“, oder eben doch nur ein „Bekannten“ kategorisieren. Das sieht dann folgendermaßen aus:
img_8768-2
 Dadurch kann man dann für jeden Post entscheiden, wer ihn sehen kann, oder eben nicht. Je nachdem, für welchen „Freundeskreis“ man ihn eben freigibt.
img_8769-2
Ist ja quasi idiotensicher.
Weiter geht es mit folgender Funktion:
img_8770-2
Das Teilen von Empfehlungen, hier bin ich persönlich skeptisch!
vermutlich nimmt das sehr schnell überhand und nervt. Da ich aber nicht voreingenommen sein möchte, warte ich mal ab und schaue, ob sich das tatsächlich in diese Richtung entwickelt; vielleicht ist es ja auch ganz nützlich.
Die Empfehlungen/Vorlieben des Users werden übrigens in den sogenannten „Collections“ sortiert.
img_8771-2
Zum Schluss gibt´s dann noch den Hinweis auf eine der essentiellsten Funktionen:
img_8772-2
Die Nachrichten-Funktion. Ein Netzwerk ohne diese wäre sicherlich auch sofort dem Tode geweiht.
Wenn man sich nun angemeldet hat und einen Inhalt absetzten möchte
Post
, hat man die Wahl zwischen folgenden Medien:
Medien
  • Bilder (Kamera)
  • Links
  • Musik
  • Film/TV
  • Buch
  • Ort

Im ersten Moment dachte ich, dass das in der Form nur totaler Bockmist in meinem Feed werden kann, aber es gibt eine Möglichkeit, den eigenen Feed so zu gestalten, dass er einem nicht den Tag verhagelt!

Filter

Man hat bei jeder Person die Möglichkeit auszuwählen, was man von ihren post sehen möchte…. Läuft!

Also könnte man meinen…ich kann es bisher nur so semi gut nutzen, weil die Server aktuell sowas von überfordert sind, dass man sich entweder gar nicht erst anmelden kann, oder das Teilen von Inhalten momentan nicht möglich ist.

Der Ansturm scheint momentan tatsächlich enorm zu sein.

Der Feed sieht dann übrigens so aus:

Feed

Ihr könnt Beiträge herzen, kommentieren, verstecken oder melden…ach und Hashtags dürfen natürlich auch nicht fehlen!

 

Wie gesagt, im Moment geht grad nicht viel wegen der Server-Probleme, aber das könnte durchaus was werden.

 

Ich habe übrigens gestern schon ein paar Unterhaltungen bezüglich des Datenschutzes/der Bildrechte geführt; weil Einige direkt wieder geschrien haben, dass man sofort alle Rechte an den eigenen Bildern abgibt…

 

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, und die Nutzungsbedingungen gelesen (sollte man generell immer machen #justsayin).

Dort steht diesbezüglich folgendes:

User Content

Der letzte Satz:

„Wir beanspruchen keine Eigentumsrechte an Ihren Benutzerinhalten“

In den weiteren Ausführungen steht allerdings, dass man die Nutzung der Bilder für weitere Zwecke unbefristet erlaubt, dies beinhaltet auch die Weiterverbreitung, und die Bearbeitung!!!! der Inhalte! (das ist durchaus bedenklich)

Das geht in etwa überein mit den Nutzungsbestimmungen bspw. von Instagram (dort ist das Editieren von Inhalten allerdings nicht erlaubt). Hier muss natürlich jeder User selbst wissen, was er von sich preis gibt.

(Hinweis: da ich keinerlei datenschutzrechtliche Ausbildung/Qualifizierung vorweisen kann, übernehme ich diesbezüglich auch keine Haftung; Irrtümer behalte ich mir vor)

Mal sehen, ob es sich über die nächsten Wochen weiter so entwickelt, oder ob der Hype auch ganz schnell wieder vorbei ist…

 

Falls ihr mich auf VERO besuchen möchtet, findet ihr mich unter „Des Dödels Dad“.

 

2 Gedanken zu “Vero was?

  1. appletechnikblog schreibt:

    Grundsätzlich ein interessantes Netzwerk. leider sind die Serverprobleme aktuell so arg akut und nervtötend, dass man schon fast keine Lust mehr für eine Anmeldung hat. Das wird doch viele davon abhalten, diese Alternative auszuprobieren. Bei klappte lediglich die Registrierung und dann brach die App bei mir auch schon zusamen. Trotzdem will ich dem Netzwerk eine Chance geben

    Gefällt mir

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