Money, Boy!

Heute möchte ich mich mal einem Thema widmen, dass alle Eltern gleichermaßen betrifft.

Geld; um genauer zu sein Elterngeld. 

Anlass hierfür ist Provinzmutti´s Aufruf zur Blogparade #Elternzeitgeschichten.

 

Das Thema Elternzeit habe ich schon einmal in einem gesonderten Post ( „Frauen an den Herd“ ) näher beleuchtet.

Im heutigen Beitrag soll es deshalb also eher um die „hard-facts“ bezüglich der Finanzierung des „Abenteuers Elternzeit“; und den damit verbundenen finanziellen Einschnitten gehen.

(Ich gehe im Folgenden von 2 Arbeitnehmern aus, die nicht selbstständig tätig sind; ein kind haben; und auch sonst keine „Besonderheiten“ aufweisen…also den „Ottonormal-Elterngeldbezieher“ #justsayin)

Es wird nicht all zu viel darüber geschrieben, weil es einfach ein, ähm…naja, ziemlich ernüchterndes/anstrengendes Thema ist.

Wir leben in Deutschland, was viele Vorteile bringt; gleichzeitig aber auch einiges an bürokratischem Aufwand bedeutet, um diese Vorteile genießen zu können.

Diejenigen, die bereits Elterngeld (oder seit Juli 2015 auch Elterngeld Plus) erhalten, wissen wovon ich rede.

 

Da mir der Einstieg in dieses Thema ehrlich gesagt auch nicht besonders leicht fiel (die Infoseite des Bundesfamilienministeriums macht es einem da aber auch wirklich schwer), bin ich froh, dass Birgit, aka. die Provinzmutti, ein paar Stichpunkte vorgegeben hat, an denen ich mich entlang hangeln kann.

 

Frage 1:

Wie habt ihr euch als Eltern, oder du als Alleinerziehende/er dich auf die Elternzeit und das Elterngeld vorbereitet?

 

Ich gehe hier jetzt nur auf das Thema Elterngeld ein, alles zu unserer Elternzeit findet ihr hier.

Wie haben wir uns auf den Bezug von Elterngeld vorbereitet? Wenn ich jetzt einfach nur schreibe gar nicht, dann trifft das den sagenumwobenen Nagel ziemlich genau auf den Kopf.

Wir wussten, dass es die Möglichkeit gibt, Elterngeld zu beziehen; und irgendwo (ich glaube das war während unseres Kurses zur spirituellen Reise zu den Sonnenaufgängen unserer Knöchel, formerly known as der Geburtsvorbereitungskurs) hatten wir auch mitbekommen, in welchem finanziellem Rahmen man sich da bewegt.

Über die genauen Umstände/Ansprüche, über Antragsverfahren, vorzulegende Dokumente, und Bearbeitungszeiten machen sich ja – wenn wir ehrlich sind- vermutlich nicht alle werdenden Eltern im nötigen Ausmaß Gedanken…man hat ja schließlich auch noch andere Sachen zu klären, wenn man Nachwuchs erwartet.

Mal ganz davon abgesehen, dass man in der Regel auch nicht vorab die Formalitäten klärt, bevor ein Baby unterwegs ist. Zumindest war das bei uns nicht der Fall.

Unterm Strich bleibt also festzuhalten, dass wir uns kaum bis gar nicht vorbereitet haben.

 

Um hier auch mal einen sinnvollen Beitrag zu leisten, erspare ich denen unter euch, die den bürokratischen Part noch vor sich haben, ein paar Minuten und erstelle euch mal ne kleine Übersicht zum Thema Elterngeld.

zur Beantragung benötigt ihr folgendes:

Checkliste der vorzulegenden Unterlagen:

  • ausgefülltes Antragsformular – Es sollte jedem klar sein, dass ohne einen Antrag NICHTS geht. Die notwendigen Formulare bekommt ihr in der Regel online, oder bei eurer zuständigen Behörde (die Elterngeldstelle)

 

  • Geburtsbescheinigung des Kindes (mit Verwendungszweck „Elterngeld“ bzw. „für soziale Zwecke“), die bekommt ihr im zuständigen Standesamt (manchmal kann auch ein Beamter im Krankenhaus direkt vor Ort sein). Achtet nur darauf, dass ihr den Zweck der Urkunde angebt, i.d.R. wird der vom Standesbeamten aber sowieso abgefragt.

 

  • Nachweise zum Erwerbseinkommen: Nichtselbstständige benötigen als Berechnungsgrundlage Lohn- oder Gehaltsabrechnungen; Selbstständige sollten den Steuerbescheid für den letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum (falls nicht vorhanden: Bilanz oder Einnahmen-Überschuss-Rechnung) vorlegen.

 

  • Arbeitszeitbestätigung des Arbeitgebers bei Teilzeitarbeit im Bezugszeitraum bzw. Erklärung über die Arbeitszeit bei selbstständiger Arbeit. Sollte selbst erklärend sein.

 

  • Bescheinigung der Krankenkasse über das Mutterschaftsgeld. Auch selbst erklärend, genau wie die

 

  • Bescheinigung über den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld (wird vom Arbeitgeber ausgestellt)

 

So viel zu den benötigten Unterlagen.

Kommen wir nun zu dem „WIE“.

Wie könnt ihr also das Elterngeld beantragen?

Grundsätzlich sind Anträge (findet ihr übrigens für euer Bundesland hier) auf  Elterngeld schriftlich zu stellen (in manchen Elterngeldstellen bereits online möglich).

Ihr müsst das auch nicht sofort tun, aber ihr solltet nicht ewig warten, weil die rückwirkende Gewährung nur auf die letzten drei Monate (ausgehend von dem Tag, an dem der Antrag bei der Elterngeldstelle eingegangen ist) gestattet wird.

Ihr müsst also innerhalb der ersten 3 Monate den Antrag auf Elterngeld stellen. Zu beachten ist hierbei, dass Mutterschaftsgeld vom Arbeitgeber mit dem Anspruch auf Elterngeld verrechnet wird. Außerdem müssen Väter, die unmittelbar nach der Geburt Elternzeit nehmen wollen, ihren Antrag spätestens sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin einreichen.

Ich kann an dieser Stelle sagen, dass ich -obwohl ich eine Ausbildung mit Schwerpunkt im öffentlichen Recht durchlaufen habe- trotzdem genervt war, als ich diese ganzen Formalitäten abhandlen  musste.

Als nächstes möchte ich euch kurz über das „WIEVIEL“ informieren.

Auf der Seite des BMFSFJ (eingängige Abkürzungen können sie…) wird die Höhe des Elterngeldanspruchs folgendermaßen erklärt:

Elterngeld

Na, hab ich zu viel versprochen? Ein absolut kompromisslos trockenes Thema! Aber es nutzt ja alles nix!

Hier also eine kurze Zusammenfassung:

Ihr erhaltet 65% des monatlich verfügbaren Nettoeinkommens (der letzten 12 Monate vor Beginn der Elternzeit), wenn diese 65% 300€ übersteigen. Andernfalls (in dem Fall mein aufrichtiges Beileid), ist der Mindestbetrag für Elterngeld auf 300€ festgesetzt. Solltet ihr wie ich *HUST außerordentlich gut verdienen, wird das Elterngeld bei 1800€ gedeckelt. (Voraussetzung: Betreuung des Kindes und max. 30 Wochenstunden Arbeitszeit)

Bei Mehrkindfamilien (romantischer Begriff #nicht) gibt es obendrein monatlich 10% Zuschlag (mindestens aber 75€) auf das euch zustehende Elterngeld.

 

Das soll es also zum „WIEVIEL“ gewesen sein, falls ihr es noch genauer wissen wollt, gibt es auf der Website des BMFSFJ auch noch einen Elterngeldplaner

Übrigens, ich hatte es weiter oben schon kurz erwähnt, es gibt seit dem 01.07.2015 auch das sogenannte Elterngeld Plus neben dem „normalen Elterngeld“.

 

Wir hatten nicht die Möglichkeit das Elterngeld Plus in Anspruch zu nehmen, da der Dödel leider einen Frühstart hingelegt hat; und der errechnete Geburtstermin (04.07.2015) nicht gehalten werden konnte #wäreaberehneknappeKistegewesen.

Nichts desto trotz versuche ich nachfolgend mal verständlich das „Elterngeld“ und das „Elterngeld Plus“ voneinander zu differenzieren.

Elterngeld:

Beim „normalen Elterngeld“ stehen euch gemeinsam (Mama & Papa) insgesamt 14 Monate Elternzeit mit Elterngeldbezug zu; wenn ihr euch beide an der Betreuung beteiligt und dadurch euer Einkommen weg fällt.

Ihr könnt die Monate frei untereinander aufteilen; ein Elternteil kann dabei höchstens zwölf; und mindestens 2 Monate für sich in Anspruch nehmen. Auch getrennt lebenden Elternteilen steht das Elterngeld zur Verfügung. Solltet ihr alleinerziehend sein, und das Elterngeld zum Ausgleich des wegfallenden Einkommens erhalten, könnt ihr ebenfalls 14 Monate Elterngeld in Anspruch nehmen.

Elterngeld Plus:

Mit dem Elterngeld Plus könnt ihr länger als bisher Elterngeld in Anspruch nehmen. Ihr bekommt doppelt so lange Geld (unter Zahlung von maximal 50% des „normalen Elterngeldes“). Aus einem bisherigen Elterngeldmonat werden dementsprechend zwei Elterngeld Plus -Monate.

Euch sollte aber klar sein, dass sich der euch zustehende Betrag nicht ändert, einzig die Dauer der Auszahlung (und dadurch die Höhe der monatlichen Beträge) ändert sich.

Außerdem gibt es noch den so genannten Partnerschaftsbonus.

Das wird auf der Website des Ministeriums folgendermaßen dargestellt:

BMFSFJ

Ihr bekommt also vier zusätzliche Elterngeld Plus-Monate (15.-18. Monat nach der Geburt), wenn ihr in dieser Zeit gleichzeitig zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten geht. Dies gilt analog auch für getrennt erziehende Eltern, wenn sie als Eltern gemeinsam in Teilzeit gehen. Außerdem gilt es auch wieder für Alleinerziehende, denen dann der gesamte Partnerschaftsbonus zusteht.

 

Ich persönlich würde mich vermutlich wieder (Frau war 15 Monate daheim – Geld wurde während der 15 Monate -anteilig- augezahlt; ich war zwei Monate [13./14. Monat] Zuhause) für das „normale Elterngeld“ entscheiden, weil meiner Meinung nach der Mehrwert (2 Monate komplett mit meinem Kind Daheim) die längere Bezugsdauer und den Partnerschaftsbonus (und die damit verbundene, abzuleistende Teilzeitarbeit) definitiv übersteigt.

Glücklicherweise kann man sich diesbezüglich aber auch in den zuständigen Elterngeldstellen beraten lassen.

Um aber mal wieder auf den Ursprungspost der Provinzmutti zurück zu kommen, beantworte ich mal weiter ihre Fragen.

 

Frage 2:

Was waren deine Hürden?

Die bereits erwähnte Bürokratie ist sicher die größte Hürde, die es zu meistern gilt. Für uns war dieses Prozedere aber unausweichlich, da wir es uns nicht nehmen lassen wollten, für unser Kind da zu sein.

Den Meisten geht es diesbezüglich sicher ähnlich.

 

Frage 3:

Wovor hattest du Angst?

Die Frage kann ich nur mit einem entschiedenem „vor gar nichts“ antworten. Wovor sollte man denn Angst haben? Für mich, für uns, war die Elternzeit eine tolle Zeit und ich würde es definitiv wieder tun.

Vielleicht liegt es auch ein Stück weit daran, dass ich im öffentlichen Dienst tätig bin; und mir somit sicher sein konnte, dass ich auch nach der Elternzeit einen verhältnismäßig sicheren Job haben würde.

 

Frage 4:

Worauf hast du dich gefreut? Worauf hat sich dein Partner / deine Partnerin gefreut?

Auf die gemeinsame Zeit zu dritt, die es so bis dato ja schlichtweg nicht gegeben hat.

 

Frage 4:

Wie habt ihr die Monate fair aufgeteilt? [und fair meint in meinen Augen nicht 50/50 – wenn euer Leben gerade nur andere Modelle zugelassen hat – was waren eure Gründe dafür?]

Für des Dödels Mom war von vornherein klar, dass 12 Monate ihr nicht reichen würden; und ich konnte sie absolut verstehen! Wenn es nach uns gegangen wäre, hätten wir beide 24 Monate Elternzeit genommen und diese intensive Zeit in vollen Zügen, gemeinsam genossen.

Grundsätzlich hätten wir das natürlich auch machen können, allerdings war das finanziell für uns einfach inakzeptabel.

Bleiben wir mal bei dem 24-Monats-Beispiel.

Das hätte bedeutet, dass des Dödels Mom sich das Elterngeld auf 24 Monate hätte auszahlen lassen können (also monatlich 50% des ihr zustehenden Elterngeldes), oder eben den vollen Satz auf 12 Monate; und die restlichen 12 Monate hätte sie nichts bekommen.

In meinem Fall hätte ich Anspruch auf 2 Monate Elterngeld gehabt, die restlichen 22 Monate hätte ich mir selbst finanzieren müssen… #merkterselbstne.

Mal ganz abgesehen davon, dass das sicher auch beim kulantesten Arbeitgeber ein Naserümpfen provoziert hätte; ist es natürlich für den Großteil der Eltern in diesem Land schlichtweg keine Option für eine so lange Zeit auf ihr Einkommen (bzw. teile davon) zu verzichten.

Aus den genannten Gründen war des Dödels Mom also 15 Monate daheim (18 waren geplant, ein neuer Job erforderte aber den früheren Wiedereinstieg); und ich hatte (leider!) nur zwei Monate Elternzeit.

Nichts desto trotz finde ich, dass das in unserem Fall die fairste Lösung war und würde es dementsprechend sicher beim nächsten Kind (sofern da noch was nachkommen sollte #ruhigbeleibenbitte) ähnlich gestalten.

 

Frage 5:

Was hat sich durch diese Zeit in eurem Leben verändert?

Durch die Elternzeit hat sich im Grunde nichts geändert.

Der Moment, der alles geändert hat, war ja schließlich noch gar nicht so lange her -die Geburt unseres Kindes.

Während der gemeinsamen Elternzeit haben wir uns mit dem Dödel vertraut gemacht; und die neuen Abläufe verinnerlicht…

 

Frage 6:

Habt ihr alle Monate ausgeschöpft?

Jein. Der Plan der Frau war 18 Monate Daheim zu bleiben und dementsprechend haben wir die Auszahlung des Elterngeldes auch auf diese Zeit strecken lassen. Da sich aber zwischenzeitlich ein Jobangebot aufgetan hat #icherwähnteesbereits, ist sie nach 15 Monaten wieder in den Job eingestiegen. Ich für meinen Teil habe die 2 Monate voll ausgeschöpft und fand, dass sie viel zu schnell vorbei waren!

 

Frage 7:

Hat der Wiedereinstieg bei beiden geklappt? Wenn nicht: Was waren die Probleme?

Bei mir war das überhaupt kein Problem, wobei ich mir aber ehrlich gesagt auch nicht vorstellen kann, was für Probleme nach 2 Monaten Auszeit entstehen sollten.

Anders sieht es da schon bei dem Elternteil (in unserem Fall des Dödels Mom) aus, dass die längere Zeit Zuhause geblieben ist.

Der Wiedereinstieg nach 12/18/24 Monaten fällt sicher vielen relativ schwer (ausnahmen mit Hummeln im Hintern gibt es natürlich auch), da man sich während dieser Zeit natürlich mit seiner neuen Situation eingerichtet und vielleicht auch damit arrangiert hat, nicht mehr zu arbeiten.

Da des Dödels Mom nen neuen Job angefangen hat, gab es in dem Sinne keine Wiedereingliederung in den alten Job, eher eine in das Berufsleben an sich.

Ihr hat es sehr gut getan, den Kosmos aus Krabbelkursen, Spielplatzbesuchen und Muttigequatsche auszubrechen und auch mit Gleichaltrigen über Themen abseits des Nachwuchses zu reden. Außerdem hat man -so verrückt es auch klingt- als „Working Mom“ wohl tatsächlich mehr „Zeit für sich“, als als Mutter im Elternzeit.

Ich denke der Wiedereinstieg ist bei uns ziemlich gut gelungen.

 

Frage 8:

Und ein wichtiger Punkt: Hat die Auszahlung des Geldes reibungslos funktioniert? Wie lang hat es gedauert vom Antrag bis zum Euro auf dem Konto?

Die Auszahlung hat reibungslos geklappt, bis auf eine kleine Korrektur gab es da keine Probleme. Die erste Auszahlung erfolgte ca. 8 Wochen nach der Beantragung. man sollte diese Zeitspanne auch in etwa einplanen.

 

Frage 9:

Für Arbeitnehmer/Innen: Waren eure Arbeitgeber dem Thema gegenüber aufgeschlossen und vor allem: informiert?

In meinem Fall war der ganze Vorgang ziemlich easy peasy, weil zum einen 2 meiner Kollegen in kurzen Abständen ebenfalls in Elternzeit waren; und zum anderen unsere Personalabteilung diesbezüglich wirklich „up to date“ war.

Auch bei des Dödels Mom gab es keine Probleme.

Ich würde es jetzt einfach mal darauf zurückführen, dass es klare Regelungen -im Bezug auf Mutterschutz und Elternzeit- gibt, die den Rahmen der Vorgehensweise der Arbeitgeber ziemlich genau festlegt. Ein klarer Vorteil unseres bürokratischen Staates…

 

Frage 10:

Wenn du könntest: Was würdest du optimieren? Was wären deine Wünsche?

Ich würde mir wünschen, dass man als Elternteil in Elternzeit keine Sorgen haben müsste, mit dem Geld nicht auszukommen.

Machen wir uns nichts vor, 65% vom Nettoeinkommen sind jetzt nicht der Burner (ja, mir ist durchaus bewusst, dass es in anderen Ländern noch wesentlich schlechter läuft)! Man hat sich einen gewissen Lebensstandard aufgebaut und zusätzlich noch die finanzielle Mehrbelastung durch den Neuankömmling.

Ich kann nur jedem von euch -der vor hat ein Baby zu bekommen und anschließend Elternzeit zu nehmen- empfehlen, Geld beiseite zu legen, um die „mageren Monate“ etwas abzufangen.

Würde es nach mir gehen, sollten Eltern während ihrer Elternzeit keine finanziellen Einbußen erleiden.

Sicherlich ist das einer der Gründe, warum in unserem Land viele eine Entscheidung gegen Nachwuchs treffen (von mangelnden Kitaplätzen und co. fange ich lieber gar nicht erst an).

Der Kinderfreibetrag bei der Steuererklärung, das geplante Bau-Kindergeld oder ähnliche Subventionen, die Eltern entlasten sollen, kommen doch gefühlt gar nicht bei ihnen an. Den meisten wäre mehr geholfen, würde das Elterngeld auf Einkommensniveau (gern auch mit Obergrenze, es soll ja realistisch bleiben) angehoben.

Zum Antragsverfahren kann ich nur den Wunsch äußern es zu vereinfachen. Eine Online-Beantragung sollte zum Standard werden; und Daten, die bereits bei Ämtern vorhanden sind (Beispiel: Geburtsurkunde) sollte nicht erneut erhoben werden #manwirdjawohlnochträumendürfen.

 

Ich hoffe ich habe euch nicht zu Tode gelangweilt!

Tschüssikowski!

 

Fast vergessen, falls ihr euch auch beteiligen wollt; hier nochmal die Stichworte von Birgit:

Wie habt ihr euch als Eltern, oder du als Alleinerziehende/er dich auf die Elternzeit und das Elterngeld vorbereitet?

  • Was waren deine Hürden?
  • Wovor hattest du Angst?
  • Worauf hast du dich gefreut? Worauf hat sich dein Partner / deine Partnerin gefreut?
  • Wie habt ihr die Monate fair aufgeteilt? [und fair meint in meinen Augen nicht 50/50 – wenn euer Leben gerade nur andere Modelle zugelassen hat – was waren eure Gründe dafür?]
  • Was hat sich durch diese Zeit in eurem Leben verändert?
  • Habt ihr alle Monate ausgeschöpft?
  • Habt ihr (für nach Juni 2015 Geborene) ElterngeldPlus bezogen und einer ist bewusst verkürzt arbeiten gewesen?
  • Hattet ihr diese Bonusmonate – wie sah das aus?
  • Wie war es für euch, die ihr lange vor dem Elterngeld eure Elternzeit hattet – wie habt ihr das damals organisiert?
  • Hat der Wiedereinstieg bei beiden wieder geklappt? Wenn nicht: Was waren die Probleme?
  • Und ein wichtiger Punkt: Hat die Auszahlung des Geldes reibungslos funktioniert? Wie lang hat es gedauert vom Antrag bis zum Euro auf dem Konto? [von K1 – geboren 2013 – haben wir im Januar 2018 einen end-end-gültigen Bearbeitunsgsstand bekommen]
  • Speziell für Selbstständige: Wie habt ihr das gelöst?
  • Für ArbeitnehmerInnen: Waren eure Arbeitgeber dem Thema gegenüber aufgeschlossen und vor allem: informiert?
  • Wenn du könntest: Was würdest du optimieren? Was wären deine Wünsche?

 

Elternzeitgeschichten

6 Gedanken zu “Money, Boy!

  1. Sabrina schreibt:

    Apropos optimieren: es wäre auch schön, wenn die Steuern direkt vom Mutterschafts- bzw. Elterngeld abgezogen würden und man nicht im Nachhinein so extrem viel Steuern nachzahlen müsste #schönwärs

    Gefällt 1 Person

  2. ResiGo schreibt:

    Kleine Anmerkung zum Thema wieviel. Es müsste heißen wenn es weniger als 300€ (Nicht übersteigen) sind, wird auf 300€ aufgestockt. Wie immer ein sehr interessanter Beitrag. Es gibt so Dinge die könnte der Staat einfacher machen, ohne viel Beamten-Deutsch.

    Gefällt 1 Person

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