Trauertourismus #2

Nachdem ihr im 1. Beitrag zum Thema schon meine eigene, sowie die Meinungen von Bella, Juli und Lilli lesen konntet, folgen heute noch Birgit, Simone und Tina. Tina ist übrigens selbst eine Mutter, die ein schlimmes Schicksal erleiden musste; und dadurch auch den enormen Effekt des Trauertourismus zu spüren bekam.

Los geht´s also ohne lange Umschweife.

Birgit, aka. die Provinzmutti hat zum Trauertourismus folgendes zu sagen:

Bild 8

 

Wenn irgendwo ein Unfall passiert, gibt es immer auch Gaffer. Das sind Leute die stehenbleiben oder schlimmer noch, extra zur Unfallstelle fahren, um sich alles aus nächster Nähe anzusehen.

 

Dieses Phänomen kann man ebenso auf Instagram beobachten. Neben Chiasamen als Topping über jedem Essen, cleanen Kinderzimmern und Pferdehufposen bei den Modebloggern, irritiert mich das sehr.

Ok, ok: Wer auf Instagram unterwegs ist und in sozialen Netzwerken im Allgemeinen, wer sogar wie ich einen eigenen Blog führt, der sollte eigentlich wissen, dass die Menschen Spaß daran haben die Geschichten aus dem Leben der Anderen zu lesen. Das ist soweit auch nichts Schlimmes oder Verwerfliches, wir alle spielen treten in diesem virtuellen Zirkus auf und schmeißen einen Teil unserer eigenen Realität dazu.

circe

Die einen mehr, die anderen weniger. Was davon dann zu meiner Realität wird, das entscheide ich selbst.

Bringt der Tod mehr Follower?!

Eine Sache ist des Dödels Dad und mir in der virtuellen Vergangenheit aufgefallen:

Der Tod ist (bare?) Follower wert.

Und das ist crazy. Aber von vorn. Des Dödels Dad und ich schrieben irgendwann privat über das Thema. Beide verwundert, jeder für sich natürlich. Virtuelle Gaffer, die zu Accounts pilgern, auf denen gerade etwas schreckliches verarbeitet werden muss. Ein Mann / ein Kind gestorben, ein Mensch in schwerer Krankheit oder sonst ein Unglück.

Kurios: Sobald tragische Umstände bekannt werden, wachsen die Followerzahlen. Das ist kein Vorwurf an die Accountbetreiber, die Menschen hinter diesen Accounts durchleiden im Real-Life große Schicksalsschläge und teilen einen Teil davon auf Instagram (oder wo auch immer).

Wenn es traurig wird, kommen die User?

Für mich hat das alles etwas Surreales. Ich habe keine endgültige Meinung dazu, aber es fühlt sich befremdlich an, dass der Tod (respektive das Unglück) sich enorm gut auf Followerzahlen auswirken. Die Zahlen steigen; rasant bei manchen.

Ich bin mir absolut sicher, dass jeder Protagonist, der einen Account betreibt und ein Schicksal preis gibt, auf jeden einzelnen Follower liebend gern verzichten würde, hätte er dadurch seinen Partner wieder, sein Kind zurück oder eben ein anderes Schicksal ohne Unglück.

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Vielmehr möchte ich den Fokus auf die Follower richten: Sie kommen wenn es traurig wird. Neben all den Hochglanzwerbern und Lifestyle-Menschen sehnt sich scheinbar ein Großteil der Follower gerade nach authentischen und echten Schicksalen.

Nicht so wie bei GZSZ, wo alles Daily-Soap und zurechtgeschrieben ist. Vielleicht ist das eine teilweise gute Erkenntnis: Irgendwo wollen die Menschen vielleicht auch helfen?

Ich frage mich dabei, aus welchen Gründen man zu so einem Account wandert? Ich selbst folge zwei Menschen auf Instagram, die schwere Schicksalsschläge verkraften müssen. Ich folgte ihnen bereits vor dem Unglück. Sozusagen in  „guten“ Zeiten.

Mir sind etliche weitere solcher Accounts bekannt, denen folge ich aber nicht, da ich diesen Menschen vorher nicht gefolgt bin. Ihre Schicksale spült es aber über Hashtags oder Algorithmen in meinen Feed. Ich nehme sie dadurch wahr.

Es fühlt sich für mich an, wie virtuelles Gaffen.

Bei den anderen beiden Accounts fühle ich mich eher verbunden (also virtuell), so wie jemand aus dem weit entfernten Bekanntenkreis, der eben von dem Schicksal erfährt. Keine Ahnung wie ich das richtig beschreiben soll.

Wachstum durch Tod!

Bei einer Bloggerin ist mir dieses virtuelle Gaffen wirklich ganz stark aufgefallen. Ihr Account „wuchs“ binnen eines Wochenendes von 8k auf 23/25k – jetzt ist sie bei knapp 51k, ein gutes Jahr nachdem das Schicksal es verdammt mies mit ihr meinte. Das Kürzel k steht für Tausend. Von Achttausend auf Dreiundzwanzigtausend Follower an einem Wochenende. Ihr Mann war verstorben. Der Post zum Schicksalsschlag ging „viral“. Das lag nun wohl daran, dass sie bereits eine ordentliche Zahl Follower hatte und bereits als Mamabloggerin / Influencerin aktiv war – aber dieses enorme Wachstum hat mich irritiert. Das fühlte sich so an, als würde man extra zu einem Unfall hinfahren um „dabei zu sein“ – gaffen halt.

 Ambivalenz von Followerzulauf und Schicksalsschlägen

Als Influencer/in arbeitet man mit seinen Geschichten und Einblicken darauf hin wahrgenommen zu werden. Das macht am Ende jeder im Web, auch ich. Die einen machen das um lukrative Kooperationen mit Marken zu bekommen, die anderen weil sie das einfach eine nette Spielwiese für unsere Zeit finden.  Geld mit Kooperationen zu verdienen ist für mich übrigens völlig ok – das ist das Social Web – und das funktioniert so, da rechnet sich jeder Follower.

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Aber dieser enorme Zulauf an Followern ist häufig dann zu beobachten, wenn Menschen ein hartes Schicksal widerfährt. Für jemanden, der gern „influencen“ möchte (gruseliges Wort), ist das schön und schmerzhaft zugleich. Total ambivalent muss sich das anfühlen. Wie bereits oben erwähnt: Ich weiß die Influencer bzw. Betroffenen würden auf jeden einzelnen Follower verzichten, wenn sie dadurch das Schicksal nicht am Arsch hätte. Auf der anderen Seite sind viele Follower für viele Firmen ein Garant für hohen Absatz (aber die haben das Social-Media-Ding eh meistens nicht verstanden, also die Firmen). Eigentlich müsste sich ein Influencer über einen Schicksalsschlag freuen, weil das mehr Views und Beachtung gibt. Mehr Likes und Kommentare für den Tod.

Wenn der Tod Geld bringt:

Das gibt dem Tod eine neue Dimension (ok jetzt wird´s theoretisch). Der Tod wird bares Geld wert, wenn du im Social Web wahrgenommen wirst. Für die von mir virtuell Verfolgten wurden Crowdfunding Kampagnen eingerichtet, die bares Geld brachten. Das ist völlig ok so. Aber irre es trotzdem, oder?

Wir sprechen dabei über Zehntausende Euro. Und natürlich helfen die, wenn man gerade den Boden unter den Füßen verliert und auf einmal verwitwet und alleinerziehend ist. Ohne Frage. Ich finde richtig gut, dass den Menschen geholfen wird, weil das nur menschlich ist. Eben mit den Mitteln die wir heute haben.

Ein kleines „Aber“ bleibt:

Was ist denn mit denen die nicht wahrgenommen werden?

Kleine Accounts, Menschen ohne Accounts, die, ich sage das ketzerisch weil ich es nicht anders formulieren kann, die den Tod oder das Schicksal nicht vermarkten (können oder wollen)? Bei einem Schicksal spendet der Follower und beim Anderen nicht? Ich selbst habe an eine der Frauen ein Paket für die Kinder geschickt. Mir war einfach danach. Auch wenn ich mir unschlüssig war, wie weit man eigentlich gehen kann im Social Web. Die Frauen denen ich immer noch folge, denen ich vorher folgte, denen gönne ich alles neue Glück der Welt, für das was sie erlebt haben.

Leiden die Menschen wirklich so gern mit?

Ich habe manchmal den Eindruck, dass die Menschen gern mitleiden. Das ist ja auch beim Gaffen so im Real-Life: Das Gefühl mitzuleiden aber mit dem guten Gewissen, dass das Schicksal einen selbst -Gott sei Dank- nicht getroffen hat. Jedenfalls vermute ich das.

Ich gaffe nicht im Real-Life. Beim virtuellen Gaffen bin ich mir gar nicht mehr so sicher.

glasses

Ob es was anderes ist, nur weil ich „eher“ folgte? Ich bin unschlüssig. Nachdem ich den Text geschrieben habe noch viel mehr!

Bitte lasst uns darüber sprechen, was ihr so denkt? Bringt der Tod mehr Follower? Und was ist mit denen die nicht wahrgenommen werden? Die keine „Shoutouts“ der großen Accounts bekommen und deren Schicksal eben keiner wahrnimmt? Ist das nicht auch unsolidarisch irgendwo? [und an dieser Stelle nochmal: Ich finde gut, dass es Crowdfundig und alles gibt, das sind nur theoretische und wohl auch ethische Fragen, die sich mir einfach stellen, wenn ich das Social Web beobachte.

 

Simone, aka. Mösi, besser bekannt als Pinkpersianunicorn schreibt folgendes zum Thema:

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Die heile Internet-Welt. Hier scheint immer die Sonne, frische Schnittblumen stehen auf den perfekt in Szene gesetzten Designer-Tischen und irgendwo hat immer gerade ein sexy, durchtrainierter muskulöser Ehemann frischen Kaffee aufgebrüht und eine Avocado-Chia-Bowl zubereitet.

Wer früher gern in Barbie und Ken‘s Welt eintauchte, sieht sich wohl heute bevorzugt die scheinbar lebendig gewordene Version davon auf seinem Smartphone an. Oder Tierbabys. Oder Essen. Hauptsache was Schönes. Denkt man.

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Aber was, wenn -metaphorisch- Ken plötzlich ein Arm fehlt oder die kleine Schwester Barbie die Haare mit der Bastelschere absäbelt?

Ihr wisst schon? Wenn auf gut deutsch etwas Schlimmes passiert in dieser perfekten Welt? Kann das überhaupt sein?

Die Tatsache, dass jemandem den wir „kennen“ ein Schicksalsschlag widerfahren ist, schockiert uns. Dass diese Art News nicht in das Gesamtbild passen irritiert uns.

Wie gehen wir also damit um?

Erstmal so, wie es sich anstandshalber gehört. Man drückt sein Mitgefühl aus, was vollkommen menschlich und korrekt ist.

 

Aber das was dann passiert, das ist ein schwieriges Thema.

Schlechte Nachrichten verbreiten sich um ein Vielfaches schneller als Positive.

rain

Denn man liest so gut wie nie:

„Autofahrer sicher von A nach B gefahren, es ist nichts passiert und die Straßen waren frei.“ oder „Familienvater mit glücklichem Kind beim Schaukeln auf dem Spielplatz gesichtet“.

Urplötzlich versammelt sich eine digitale Menschentraube an Cyber-Gaffern auf den Profilen der Leidtragenden.

Ich wünsche mir, dass weder ich, noch jemand den ich kenne jemals in solch eine Situation gerät; daher kann und will ich mich nicht in die Rolle derer versetzen, die Leid erfahren mussten.

Es berührt und verletzt mich selbstverständlich, über erschütternde Schicksalsschläge zu lesen, nur – wie verhält man sich richtig? Wie würde ich persönlich damit umgehen und was würde ich von meinen Mitmenschen erwarten?

Fakt ist: in der Welt des Social Media geben viele eine Menge über sich preis – in guten wie in schlechten Zeiten. Wie viel jeder davon preisgibt ist zum Glück noch jedem selbst überlassen und daher in jeder Form erst einmal völlig legitim.

Das verstörende daran ist meiner Meinung nach, dass Followerzahlen explosionsartig in die Höhe schnellen, wenn einer Person des öffentlichen Lebens etwas zustößt oder sich innerhalb der Familie etwas unschönes ereignet. Ist das noch ein Ausdruck von Mitgefühl oder schon Sensationsgeilheit?

Fällt das unter „Solidarität“ oder unter „Klatsch & Tratsch“?

Sind wir so abgestumpft, dass uns erfreuliches nicht mehr genügt? Muss es immer etwas aus der Kategorie „Das hätten WIR sein können!“ oder „Oh Gott, die armen Kinder!“ sein?

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Nehmen wir uns doch eine Minute Zeit und sind dankbar.

Dankbar darüber, dass uns der Göttergatte heute schon auf die Nerven ging, weil er die Socken mal wieder einfach neben den Wäschekorb geworfen hat, anstatt hinein. Hauptsache er ist gesund.

Dankbar, dass die Kinder einem zum gefühlt 7.264.629 Mal erzählen, dass sie einen großen Popel in der Nase haben, denn sie sind eben noch klein und verdammt stolz auf diesen verfluchten Popel.

Dankbar, dass wir unsere kostbare Zeit mit dem Lesen eines völlig dämlichen Artikels wie diesem hier verbringen dürfen anstatt in einem Krankenhaus oder auf der Straße, ohne Dach über dem Kopf.

think

Wenn man übriges Mitgefühl hat und nicht weiß wohin damit: schaut euch doch mal um.

Helft vor Ort. Seid weltoffen.

Verschließt nicht die Arme, Augen und Herzen vor Menschen in der Realität denen es schlecht geht, egal woher auf der Welt sie kommen oder welche Form ihr Leiden trägt.

Der Grat zwischen „Beistand leisten“ und „Schicksalsschlags-Tourismus“ ist sehr, sehr schmal, dieses Thema könnte mich in Teufels Küche bringen. Sollte ich also tatsächlich dort landen: Schaltet ein! Ich berichte live, schaut meine Storys! Treffe ich vielleicht sogar auf den Teufel persönlich? Und woher sind seine Schuhe? Und: sind das da drüben Barbie und Ken?

 

An dieser Stelle nochmal vielen Dank für eure Meinungen Lilli, Bella, Juli, Birgit und Simone.

 

Da ich mir dessen bewusst bin, dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt, habe ich auch das Gespräch mit ein paar der „betroffenen“ Influencer-Accounts gesucht, aber ehrlich gesagt nicht wirklich damit gerechnet, dass ich tatsächlich eine Antwort bekomme (meist war die Antwort „keine Zeit“ (also neben den täglich 5 Posts und 37 Stories) auch tatsächlich vorprogrammiert).

Tina allerdings hat gern meine Fragen beantwortet und somit auch mal die Sicht einer Mutter wiedergegeben, die leider ein schweres Schicksal überstehen musste und dieses auf Instagram verarbeitet(e). Danke nochmal für deine Offenheit!

 

Hier also Tinas Sicht der Dinge:

tinaeckig

 

Durch die Erfahrungen die wir mit unserer Maus gemacht haben lag mir sehr am Herzen anderen Betroffenen davon zu berichten.

Das Bedürfnis Menschen zu erreichen und mich mitzuteilen, dass man nicht aufgeben und auf den erstbesten Arzt hören soll war gigantisch.

 Für uns war die Anteilnahme, die Kommentare und all die lieben Worte hier ein unglaublicher Trost.

lo

(mal abgesehen von den schwarzen Schafen die es wohl überall gibt) Ich vergleiche das gern mit einem Geschichtsbuch.

Die vielen Menschen, von denen so ein Schicksal, oder die Erfahrungen eines so kleinen Menschen weitergegeben werden, machen die Geschichte irgendwie unsterblich für uns.

Es sorgt dafür, dass unser kleines Mädchen in dieser Welt nicht vergessen wird und gibt uns als Eltern natürlich ein sehr seliges Gefühl.

Jetzt ist es so, dass die Menschen die uns folgen nicht von vornherein nur aufgrund unseres Schicksals hier auf meine Seite fanden…ich glaube, dass es auch daran liegt wie wir mit all dem umgehen und sich viele in meinen Texten wiederfinden.

 Wovon ich absolut kein Fan bin ist, die Situation für sich auszunutzen und sein Profil dann nur noch für Kooperationen und Werbung zu missbrauchen.

Für mich ist das hier mein Tagebuch. Mich interessieren keine Dickbauch-Dienstage, Mini-Mondays oder sonst was.
Ich schreibe über das, was mir gerade in den Kopf kommt.

 

„Gab es denn einen Zeitraum, in dem es auffällig war, dass mehr Follower zu dir kamen und falls ja, denkst du, dass das etwas mit deiner Geschichte/deinen Erlebnissen zu tun hatte?“

Der Zeitpunkt als die Maus gestorben ist, da war der Andrang auf meinem Profil natürlich sehr groß; da ging die erste große Welle mit (Anm. d. Red.: von anderen Accounts geteilten) Bildern der Anteilnahme und Kommentaren rum.

Es gab aber auch schon sehr viele Menschen die unseren Weg zuvor begleitet, und verfolgt haben, wie wir kämpften und alles versuchten.

Dementsprechend schockiert waren die Leute auch als die schlimme Nachricht kam.
 

Schlechte Nachrichten verbreiten sich schneller als gute.

 

Du erwähntest „schwarze Schafe“, kannst du das etwas näher ausführen?

Es gibt immer Leute, die besagten schwarzen Schafe, die nur da sind um andere Menschen zu verletzen. Die auf den Augenblick warten an dem man am verletzlichsten ist.

jetaime

Worte haben eine unglaubliche macht die sich viele zu nutzen machen.

Aber davon hab ich Gott sei Dank nicht so viele gehabt in all der Zeit. Aber gegeben hat es sie. Unsere Gesellschaft stumpft leider immer weiter ab, was man wirklich gut an diesen Menschen sehen kann.

 

„Hast du das Gefühl durch das Teilen deines/eures Schicksals geholfen zu haben ?“

Immer wieder bekomme ich Nachrichten von Frauen, wie diese:

„durch das Schicksal, dass ihr erlebt habt, bin ich viel dankbarer geworden.“

Durch solche Zeilen spürt man wie viel unsere kleine Maus hier trotz ihrer kurzen Lebenszeit geleistet hat.

Was gibt es schöneres, als wenn andere Kinder durch das, was wir erlebt haben fester gedrückt und bewusster wahrgenommen werden?

love

Wenn man sich vorstellt um wie viele Kinder es sich handelt…wie viele Herzen berührt wurden…dann glaube ich ja.

Das alles aufzuschreiben hat anderen Menschen geholfen. Ich bin dankbar für diese Erfahrung, denn ich glaube das dadurch etwas bleibendes geschaffen wurde.

Das ist doch das was wir uns wünschen.. Spuren auf der Welt zu hinterlassen.

Wie schätzt du die Inhalte deines Accounts ein, haben sie sich hauptsächlich auf dieses eine Thema verlagert?

Mein Account drehte sich von Anfang an um die Maus.
Das Profil existiert seit ich schwanger bin und sollte mein Tagebuch sein.

book

Es hat sich im Laufe der Zeit schon verändert… ich würde sagen es ist nicht nur noch da um Fakten festzuhalten, sondern dient mir dazu meine Gedanken schweifen zu lassen; und ich schreibe inzwischen über alles was mich bewegt.

Wobei die Maus für immer den Großteil meiner Gedanken einnehmen wird!

 

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei allen bedanken, die sich die Zeit genommen haben, diesem Beitrag zu bereichern.

Ihr findet die Damen jeweils mit einem Klick auf ihren Namen:

BellarundBella lillirundLilli Bild 9[300]Juli

 

Bild 9SimoneBild 10Birgit TinarundTina

 

Lasst uns doch mal an eurer Sicht der Dinge hier in den Kommentaren teilhaben. Wir freuen uns!

 

Bella, Juli, Simone und Birgit schreiben übrigens jeweils auch auf eigenen Blogs; diese findet ihr -ihr ahnt es sicherlich- mit ´nem Klick auf ihre Namen. Also wenn ihr Lust habt, seid ihr herzlich eingeladen die Damen mal „Zuhause“ zu besuchen.

 

Derweil könnt ihr gern eure Meinung zu dem Thema in den Kommentaren verewigen.

Wir sind gespannt!

2 Gedanken zu “Trauertourismus #2

  1. Kristin schreibt:

    Wie tina es Set anschaulich dargestellt hat, viele viele Menschen sind auf solchen Profilen nicht als „gaffer“ sondern weil sie erst die Geschichte sie berührt, zweitens sie sehen wollen wie die Menschen mit diesem Schicksal nun umgehen und drittens für sich etwas mitnehmen wollen – gaffer nehmen nichts für sich mit als nur unterhaltung und sensationsgier. Natürlich gibt es auch solche Menschen unter diesen großen followerzahlen, aber die meisten sind sicherlich keine Trauertouristen sondern Menschen wie du und ich, die das Leben in ihrer ganzen Bandbreite erleben wollen und durch solche ehrlichen beiträge lernen, wie sie mit Freunden, denen vielleicht ähnliches passiert, besser umgehen können. Die beim lesen der ehrlichen worte Mitleid haben und ein aufmunterndes kommentar oder einfach nur ein Herz dalassen. Ich bin wirklich der Überzeugung dass es Anteilmäßig nur wenige Trauertouristen unter diesen Blogs gibt sondern viiiele Menschen, die das Schicksal bewegt, die daraus etwas mitnehmen und auch anderen wiederum zurückgeben. Eine instaWelt ohne Trauer wäre auch viel unrealer als sie jetzt ohnehin schon ist. Vielleicht ist das auch ein Punkt dem zu folgen … Warum sollte unser feed nicht voller auf und abs sein, wie das reale leben. Wenn man dann das Handy öfter ausschaltet weil einem bewusst wird, wie zerbrechlich das leben ist – umso besser!

    Gefällt 2 Personen

    • des Doedels Dad schreibt:

      WORD! Genau wegen solcher -gerade auch von meiner Sicht abweichenden- Meinungen, hab ich ja auch den Beitrag geschrieben… wirklich sehr interessant. Einzig, dass es wenige Trauertouristen gibt, das würde ich so nicht unterschreiben

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